Das Hebbel Theater am Ufer

Er war immer politisch engagiert, er dachte und handelte sozial
Ein Theater in Kreuzberg
Lust auf einen Theaterabend im Hebbel-Theater?
Foto © Dmytro Tolokonov
und er war ein großer Dichter: Christian Friedrich Hebbel, dessen Stücke immer noch auf vielen Bühnen aufgeführt werden, ist der Namenspatron des Hebbel am Ufer, kurz HAU genannt. So jung, dynamisch und wuchtig die Stücke in HAU I bis III teilweise inszeniert werden, nimmt es den einen oder die andere vielleicht doch Wunder, dass diese Bühne mitten in Kreuzberg in der Stresemannstraße schon über hundert Jahre auf dem dramatischen Buckel hat. Doch das ist wohl eines der Geheimnisse des Theaters - es erfindet sich immer wieder neu.

Eine Bühne mit Tradition


Das erste Stück, mit welchem das Theater im Jahre 1908 eröffnet wurde, war selbstverständlich eines von Herrn Hebbel. Maria Magdalena; das Drama um Liebe, Habgier und Verrat, ist heute noch so aktuell
und spannend wie eh und je. Packende Theaterinszenierungen sind ohnehin eines der attraktivsten Merkmale des Hebbel-Theaters. Ihre erste Glanzzeit erlebte die Spielstätte in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts - gerne auch die Goldenen Zwanziger genannt. Eine kurze Atempause zwischen zwei Weltkriegen; Berlin war eine der europäischen Großstädte, in denen das wilde Nacht- und Kulturleben ausgelassene Parties feierte. Die Menschen wollten sich nach harten Zeiten amüsieren - und das konnten sie vorzüglich in diesem Theater tun, auch wenn es mehrfach umbenannt wurde. Stars ihrer Zeit wie Paul Wegener, Tilla Durieux, Hans Albers, Fritz Kortner, Paul Hörbiger und Curt Bois begeisterten hier ihr Publikum; der berühmte Regisseur Erwin Piscator inszenierte an der Bühne. Nach dem Zweiten Weltkrieg bekam das Haus wieder seinen ursprünglichen Namen. Viele Berliner Theater waren zerbombt; die Hauptstädter dürsteten nach Kultur und Zerstreuung und wer genug Kohle hatte, gönnte sich einen Theaterabend im Hebbel-Theater. Das mit den Kohlen ist übrigens wörtlich zu nehmen: Geld interessierte zu der Zeit nicht, eine funktionierende Heizung schon. Und so wurden Briketts gegen Eintrittskarten über den Kassentisch geschoben. Inzwischen bezahlen die Gäste des Theaters wieder ganz konventionell mit raschelnden Scheinen.

Heute
1989 wurde Nele Hertling künstlerische Leiterin des Theaters und sendet seitdem kreative Impulse in die Hauptstadt. Internationales, zeitgenössisches, spartenübergreifendes Highend-Theater erwartet die Besucherinnen und Besucher heute. Statt mit einem fest engagierten Ensemble arbeitet das Theater im kleinen Team und lädt die Großen ein, bei Ihnen zu performen. Mauricio Kagel und Werner Herzog - der geliebte Feind des Giganten Klaus Kinski - inszenierten am Hebbel das Ensemble Modern; ein Concert-Spektakel mit Artisten, Hochseilakrobaten, Zauberei und Schattentheater. Der New Yorker Theatermann Robert Wilson, der auch schon mit Tom Waits zusammenarbeitete, führte im Hebbel mit Schauspielstudenten das Stück Doctor Faustus Lights the Lights von Gertrude Stein auf.
Und Laurie Anderson, die Avantgardegöttin und Ehefrau von Lou Reed, begeisterte das Publikum mit der Performance Halcion Days: Stories from the Nerve Bible; die Wooster Group - unter ihnen der Hollywood-Star Willem Dafoe - spielten auch schon im Hebbel.

Hebbel-Theater Berlin
Stresemannstraße 29
10963 Berlin/ Kreuzberg
Telefon: 030/ 259 00 40

Öffnungszeiten:
Den Beginn der einzelnen Veranstaltungen können Sie der Webseite entnehmen.

Öffentlicher Nahverkehr:
S-Bahn: S1, S2, jeweils Anhalter Bahnhof;
U-Bahn: U1, U6, jeweils Bahnhof Hallesches Tor;
www.hebbel-am-ufer.de
Text: UG / 16.09.2012


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