Marx und Engels mit Blick auf den Fernsehturm
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machten aus ihnen Auguren, beuteten ihre Theorie aus, verbogen und beschnitten sie. Was immer Marx und Engels im kapitalistischen Gesellschaftsgefüge als menschenunwürdigen Zustand strukturell erkannten - im "alternativen" Staatssozialismus hatte manches eine Entsprechung. Marx schrieb: "An die Stelle der alten bürgerlichen Gesellschaft mit ihren Klassen und Klassengegensätzen tritt eine Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist." An Stelle der alten Gesellschaft etablierte sich ein politisches System, in dessen Zentrum der Hass auf alles Bürgerliche und Religiöse stand. Es entstanden nach den Worten des polnischen Philosophen Leszek Kolakowski (geb. 1927) Staaten, die "mehr Spione als Krankenschwestern und mehr Menschen im Gefängnis als in den Spitälern" hatten, in denen "die Philosophen und die Schriftsteller immer das gleiche sagen wie die Minister und die Generäle, aber stets erst nach diesen". Die kapitalistische "entfremdete Arbeit" erlebte im demokratiefernen Realsozialismus eine Renaissance als organisierte Verantwortungslosigkeit; die "Diktatur des Proletariats" entpuppte sich als eine von wenigen ausgeübte Staatsgewalt. Gern benutzten die Propagandisten das Marx-Zitat von der Religion als "Opium des Volks". Unzitiert blieb, dass sie auch "Protestation gegen das wirkliche Elend" ist. Plakative Bekenntnisse zur Französischen Revolution von 1789/99 hinderten die Marx-Epigonen nicht daran, verfassungsmäßige Grundrechte, wie sie der Code civil (Code Napoléon) von 1804 formuliert, auf dramatische Weise zu verletzen.