BSR: Einsatz in Orange

Müll und Dreck ist ein Thema, mit dem sich kaum einer gerne befasst.
Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe
Die BSR macht sauber!
Foto © Helmut Brands
Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) mit Hauptsitz in der Ringstraße in Berlin-Tempelhof kennen sich damit aus. Als größtes kommunales Entsorgungsunternehmen der EU unterhält die BSR - quer über die Hauptstadt und ihre Umgebung verteilt - insgesamt unter anderem 15 Recyclinghöfe, sechs Schadstoffsammelstellen, vier Betriebshöfe, von denen die Müllabfuhr ausrückt, sowie fünf Regionalzentren der Reinigung, die mit 15 nachgeordneten Regionalstellen eine flächendeckende Reinigung auf kürzestem Weg ermöglichen. Im ganzen Berliner Stadtgebiet sind jeden Tag an die 230 Kraftfahrer und 430 Müllwerker im Einsatz. Übrigens bildet die BSR auch weit über dem eigenen Bedarf aus. Die Ausbildungsquote ist vergleichsweise hoch.
Zudem integriert die BSR leistungsgeminderte Menschen in ihre Arbeitsprozesse, ein
Engagement, das bereits mit mehreren Integrationspreisen ausgezeichnet worden ist. Dennoch bleibt eines Fakt: Der Job als Müllwerker oder Kraftfahrer ist echte Knochenarbeit und damit eine reine Männerdomäne. Ihre Leistung kann bei noch so guter Fahrzeug- und Tonnentechnik von keiner Maschine ersetzt werden. Tonnen bereitstellen, Tonnen leeren ebenso wie das Manövrieren des Müllfahrzeugs durch enge Straßen, die von Autos in Parkverbotszonen zusätzlich versprerrt werden, fordert allen, die diese Arbeit tun, einiges ab.

Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe


Was allerdings mit dem von uns produzierten Müll passiert, wenn die Männer in Orange ihn abtransportiert haben, hat kaum mehr etwas mit archaischer Knochenarbeit zu tun, sondern ist High-Tech. So wird beispielsweise aus dem Restabfall, der sich jährlich in Berlin auf ca. 1 Million Tonnen beläuft, in der Müllverbrennungsanlage und durch die Aufbereitung zu Ersatzbrennstoffen in mechanisch-pysikalischen und mechanisch-biologischen Anlagen Strom und Wärme erzeugt. Außerdem unterhält die BSR auf ihren geschlossenen Deponien Anlagen, in welchen das treibhauswirksame Deponiegas in Wärme und Energie umgewandelt wird. Seit November 2007 ergänzt zudem ein Blockheizkraftwerk (BHKW) auf dem Betriebshof in der Malmöer Straße die bestehende Heizungsanlage und spart durch den Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung jährlich 550 Megawattstunden ein. Das bedeutet konkret, dass etwa 180 Tonnen Kohlendioxid vermieden werden.

Die BSR in der Presse:


Doch nicht immer hat die BSR positive Presse. In die Schlagzeilen gerieten die BSR - vom Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst einmal komplett abgesehen - zuletzt im März 2008, als der ehemalige BSR-Finanzvorstand Arnold Guski sich wegen eines millionenschweren Gebührenskandals vor dem Berliner Landgericht verantworten musste. Dabei ging es um überhöhte Gebühren aus den Jahren 2001 und 2002. Insgesamt zahlten etwa 170 000 Kunden rund 26 Millionen Euro zu viel. Das Landgericht befand Guski dafür des Betrugs bzw. absichtlicher Vertuschung schuldig und verurteilte ihn zu zwei Jahren Haft. Der Hintergrund: bereits zwei Jahre zuvor, d.h.
1999 und 2000, waren die Tarife bereits zu hoch gewesen, ein Fehler, der sich allerdings eingeschlichen hatte, da Reinigungskosten für Straßen ohne Anlieger, die normalerweise das Land zahlen muss, auch Hauseigentümern in Rechnung gestellt worden sind. Zwar hatte die BSR die zu viel gezahlten Gebühren bereits wieder zurückgezahlt, doch der Fehler wiederholte sich. Absichtlich - wie das Gericht befand, denn Guski wollte keine Unruhe, wie es in der Urteilsbegründung hieß, und habe dafür gesorgt, dass die fehlerhafte Tarifkalkulation auch für die nächste zweijährihe Tarifperiode übernommen wurde.

Allen Negativmeldungen im Gebührenskandal zum Trotz sei dennoch zum Schluß erwähnt: die Müllabfuhr wirkt sich in Berlin sowohl im Vergleich zu Brandenburg als auch zu anderen deutschen Metropolen für den Geldbeutel des Bürgers deutlich günstiger aus.
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D-12103 Berlin
Tel.: 7592-4900
Fax: 7592- 2262
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Direktbestellung von Containern
(keine Mülltonnen!)
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