Macht Dauerwelle krank?

Frau mit Dauerwelle
Kann die Dauerwelle krank machen? - Symbolbild: © Alliance

Allergien durch Dauerwelle?

Vor dreißig Jahren zeigte man(n) mit Dauerwelle echtes Modebewusstsein. Wer damals in sein wollte, ließ sich die Haare aufdrehen. Heute ist die Dauerwelle zwar nicht mehr geschlechterübergreifend angesagt, sondern hauptsächlich auf den Köpfen der Damen zu finden, aber sie ist auch nicht totzukriegen. Ein echter Frisuren-Dauerbrenner eben. Und während die Prozedur der Dauerwelle in den ersten Jahrzehnten ihrer Geschichte noch eine Tortur darstellte und durchaus Allergien auslöste, gibt es heute immer mehr und immer sanftere Methoden, mit denen glatthaarige Mitmenschen sich in gelockt-lockende Dauerwellenreiter verwandeln können.
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Ist Dauerwelle schlecht für die Haare?

Begonnen hat alles vor über hundert Jahren. 1906 erfand der deutsche Friseur Karl Nessler eine Methode, glatte Haare dauerhaft zu kräuseln. Bei dieser - heute auch als Umformung bezeichneten - Prozedur wirken unterschiedliche Chemikalien auf die Haare ein und verändern ihre Struktur radikal. Bis zur Nachkriegszeit war dazu neben den Chemikalien auch noch starke Hitze notwendig. Durch die über hundert Grad Celsius heißen Heizwickler waren Verbrennungen der Haare oder der Kopfhaut an der Tagesordnung, doch viele Frauen nahmen dies alles in Kauf. Hauptsache, die Frisur saß dank Dauerwelle bombensicher. In den Siebzigerjahren entdeckten die Männer die Krause für sich, die Minipli übersprang die Geschlechtergrenze wie der Ohrring und wurde auch für das glatzengefährdete Geschlecht schick. Nationaltorwart Sepp Maier war einer von etlichen Männern mit Locken auf dem Kopf - viele andere Prominente und Normalbürger folgten seinem Vorbild. Inzwischen konnte man auf die Hitze beim Lockendrehen verzichten, dafür litten viele Friseure unter wunden Händen, weil die Chemikalien die Haut angriffen. Man kann nicht pauschal sagen, dass die Dauerwelle schlecht für die Haare ist. Je nach Haartyp und angewandter Methode schädigt die Dauerwelle das Haar mehr oder weniger. Allerdings sollte man nicht mehr als 3 Dauerwellen im Jahr machen lassen.

Gute Beratung ist wichtig bei der Dauerwelle

Eine Dauerwelle gehört zu den intensivsten Eingriffen in die Haarstruktur, die man sich denken kann. Natürliche Verbindungen werden gelöst, neue geschaffen; im Haar entstehen Hohlräume. Solch einen Eingriff in die Haarstruktur sollte man nicht leichtfertig vornehmen. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, lassen Sie vom Friseur Ihres Vertrauens eine Haaranalyse vornehmen. So kann man die Art der Dauerwelle genau auf Ihre Haarstruktur abstimmen, und Sie sehen nicht aus wie ein Pudel, obwohl Sie nur ganz leichte Wellen wollten. Falls Sie gerade frisch erblondet sind oder sonst eine farbliche Veränderung vorgenommen haben, warten Sie mit der Dauerwelle, bis die Farbe herausgewachsen ist. Eine Tönung ist relativ unbedenklich, doch jede Art Farbe greift die Haarstruktur ebenso an wie eine Dauerwelle. Dieser doppelte Angriff ist für jedes noch so gesunde Haar zu viel. Sie müssen sich also entscheiden, ob Sie lieber Farbe oder Form verändern möchten.
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Es kann vorkommen, dass nach der Dauerwelle allergische Reaktionen oder Juckreiz auftritt. In diesem Fall sollten Sie sich vom Friseur genau sagen lassen welche Produkte er verwendet hat und anschließend einen Hautarzt aufsuchen. Auch bei den Krankenkassen gibt es Info Material zum Thema Allergien. Bei uns finden Sie die Adressen der Geschäftsstellen der AOK, der Barmer Berlin, der TK und der DAK. Fragen Sie auch Ihren Arzt. Besonders Ihr Hautarzt oder Ihr Hausarzt sind beim Thema Allergien die richtigen Ansprechpartner.

Pflege für dauergewelltes Haar

Wenn Sie Ihre neue Frisur möglichst lange genießen wollen, dann waschen Sie Ihr Haar frühestens zwei Tage nach der Dauerwelle. Sie werden feststellen, dass es trockener ist und nicht mehr so schnell fettet, so dass Sie die Intervalle zwischen den Haarwäschen sowieso vergrößern können. Verwenden Sie einen speziellen Dauerwellenkamm mit wenigen, großen Zinken. Dadurch wird beim Kämmen weniger Zug auf das Haar ausgeübt und die Locken halten länger. Benutzen Sie eine spezielle Pflegeserie für strapaziertes oder dauergewelltes Haar. Je besser Shampoo, Spülung und Haarkur aufeinander abgestimmt sind, um so länger haben Sie etwas von Ihren neuen Locken. Falls Sie mit Ihrer Lockenpracht in den Urlaub an den Strand fahren, denken Sie an eine Haarpflege mit UV-Schutz, damit Ihr Haar nicht stärker strapaziert wird als es durch Wind und Salzwasser ohnehin der Fall ist. Mit dieser Pflege für dauergewelltes Haar werden Sie lange Freude an Locken haben, die gesund und natürlich aussehen.

Wo bekomme ich eine Dauerwelle in Berlin? Was kostet sie?

Wohl jeder Friseursalon und auch viele mobile Friseure bieten eine Dauerwelle an. Doch bevor Sie zum nächstbesten Friseur eilen, sollten Sie sich vorab beraten lassen. Mittlerweile gibt es verschiedene Methoden und nicht jede ist für jedes Haar geeignet. Fragen Sie also genau nach welche Methoden im Salon angeboten werden.
So eine Dauerwelle bekommt man schon ab ca. 25€. Doch Vorsicht: Manchmal kommt zum Preis der Dauerwelle noch der Schnitt, evtl. auch noch das Fönen & Waschen oder Materialkosten dazu. Schauen Sie also genau hin, sonst werden aus 25€ auch schnell mal 100€!
Text: F. M. / Stand: 06.12.2019 / Alle Angaben ohne Gewähr!

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