Das museum FLUXUS+ Potsdam - Moderne Kunst

Moderne Kunst in Brandenburgs historischer Hauptstadt - das ist ein reizvoller Kontrast, den viele Kunstfreundinnen und -freunde schätzen. Inmitten der Pracht barocker Kirchen und Schlösser gibt es auch immer wieder Neues zu entdecken. So
Museum Fluxus in Potsdam
Moderne Kunst können Sie im Museum Fluxus betrachten
Foto © euthymia
wie das museum FLUXUS+ in der Schiffbauergasse.
Außer auf die Werke vieler bekannter und bedeutender Kunstschaffender wie wie Joseph Beuys oder Niki de Saint Phalle konzentriert sich die Sammlung des Museums vor allem auf das Frühwerk Wolf Vostells.

Fluxus
Gegen die elitäre und nur wenigen zugängliche etablierte Kunst richtete sich ab circa 1960 eine neue Bewegung, die Fluxus genannt wurde. Kunst wurde von den teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern als Symbiose von Leben und Kunst definiert. Kunst sollte nicht vom alltäglichen Leben abgeschottet, sondern ein selbstverständlicher Teil dessen sein. Emmett Williams, Performance-Künstler und Mitbegründer der Fluxusbewegung, brachte es auf den Punkt: "Das Leben ist ein Kunstwerk, und das Kunstwerk ist Leben."

Die Künstlerinnen und Künstler im museum FLUXUS+


Die zierliche Frau aus Frankreich konnte ziemlich gut mit dem Gewehr umgehen. Bereits vor ihrer großen Zeit mit den weltberühmten Nanas erregte Niki de Saint
Phalle viel Aufmerksamkeit mit ihrer Aktionskunst: Sie erstellte Gipsreliefs mit integrierten Farbbeuteln. Und während der Vernissage nahm sie ihre Waffe und zerschoss die Bilder, so dass die Farben üppig herausspritzten. Doch den Durchbruch schaffte sie mit den oben erwähnten, von ihr circa 1964 erfundenen Nanas. Die bekannteste dieser üppigen Frauenskulpturen dürfte die 29 Meter lange Hon sein, die sich im Stockholmer Moderna Museet ausstreckt. Gäste betreten die Skulptur durch ihre Vagina und können dort in einem Kino Filme sehen oder einen Drink an der Bar nehmen.
Nam June Paik wird als Pionier der Videokunst anerkannt. Kommunikation - insbesondere über das Medium Fernsehen - war das zentrale Thema des 2006 verstorbenen südkoreanischen Künstlers.
Der aus der Schweiz stammende Karl-Dietrich Roth war ein Multitalent. Als Aktions- und Objektkünstler erreichte er Bekanntheit; bereits in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts nahm er an Fluxusperformances und Happenings teil. Doch auch als Grafiker und Dichter war er tätig.
Sie ist die wohl bekannteste Fluxuskünstlerin unserer Zeit. Und das liegt daran, dass sie seinerzeit einen der begehrtesten Männer des Planeten ehelichte. Die Rede ist von Yoko Ono, der Witwe John Lennons. Die unzähligen Stories über das prominente Paar verdecken oft das ganz eigene Talent der japanisch-amerikanischen Künstlerin. Auch wenn sie als Paar durch Aktionen wie dem Bed-In im Amsterdamer Hilton weltweit für Presserummel sorgten, so war Yoko Ono doch bereits vor Lennon mit Aktionen wie Wall piece for orchestra oder Cut Piece eine der originellsten Vertreterinnen der Fluxusbewegung. Bei der Aktion Wall piece for orchestra schlug sie ihren Kopf regelmäßig auf einen Bühnenboden, wobei sie musikalisch begleitet wurde; in Cut Piece gestattete sie dem Publikum, je nach Gusto Stücke aus ihrer Kleidung zu schneiden.
Rapunzel Bräutigam ist eine eine Malerin, Bildhauerin und Performancekünstlerin, die europaweit ausstellt und in Potsdam lebt.
Die Werke der obengenannten und weiterer Künstlerinnen und Künstler können Sie im museum FLUXUS+ sehen.

Adresse:
museum FLUXUS+
Schiffbauergasse 4 F
14467 Potsdam
Telefon: 0331/ 60 10 89
Das Museum ist barrierefrei.

Öffnungszeiten des Museum Fluxus:


Mittwoch bis Sonntag von 13:00 bis 18:00 Uhr.

Eintrittspreise des Museum:

(Auszug)
Tageskarte 7,50 Euro
Schüler und Studenten (bis einschließlich 13 Jahre freier Eintritt) 3,- Euro
Rentner 6,- Euro
Schwerbehinderte (mind. 50%, anerkannte Begleitpersonen frei) 6,- Euro
ALG II Empfänger 3,- Euro
Jahreskarte 35,- Euro
Führungen (Dauer 1 Stunde, max 25 Teilnehmer, mit Anmeldung) 60 Euro zzgl. Eintritt

Anfahrt zum Museum Fluxus in Potsdam:


Mit dem Auto:
Über die A115 bis Potsdam Babelsberg, dann über die Nutheschnellstraße in Richtung Zentrum, an der 1. Ampel rechts auf die Berliner Straße, nach 500 m wieder rechts. Parkplätze finden Sie in der Schiffbauergasse.

Mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln:
Tram: 94, 99: Ausstieg Schiffbauergasse/ Uferweg;
93, 99; Ausstieg Holzmarkstraße.
Text: UG / 27.02.2014


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