Das Nikolaiviertel in Berlin

Nikolaiviertel Berlin
Sehenswürdigkeiten im Nikolaiviertel kurz vorgestellt : - Foto © Henry Czauderna

Nikolaiviertel - Geschäfte, Restaurants und Sehenswürdigkeiten

Es ist einer der wenigen Orte in ganz Berlin, wo man der Großstadthektik wirklich entfliehen kann: das Nikolaiviertel rund um die älteste Kirche der Stadt, die Nikolaikirche, ist mit seinen Fußgängerzonen, eleganten Boutiquen, Antiquariaten, Souvenirshops, Museen und seinem Ensemble aus historischen Bauten eine Oase der Ruhe und Beschaulichkeit. Hier kann man ausgiebig shoppen, oder einfach nur durch die Geschäfte im Nikolaiviertel bummeln und zwischendurch in einem der gemütlichen Cafés und Restaurants einen Happen kredenzen.

Geschichte vom Nikolaiviertel

Das Nikolaiviertel - Eines der ältesten Areale Berlins
Wer in Berlin nach der Altstadt sucht, erlebt so manche Überraschung. Da die Stadt im Laufe ihres Bestehens aus verschiedenen Gemeinden zusammengewachsen ist, gibt es hier nämlich mehrere alte Ortskerne. Neben dem in der Stadtmitte findet man diese unter anderem in Köpenick und Spandau. Der Ursprung Berlins befindet sich jedoch im heutigen Stadtteil Mitte an den Ufern der Spree. Hier wurden gegen Ende des 12. Jahrhunderts zwei gegenüberliegende Siedlungen durch Kaufleute angelegt, und zwar Cölln und Berlin. Beide Siedlungen wuchsen im Lauf der Zeit zur Doppelstadt Berlin-Cölln zusammen. Auf der Berliner Seite wurde um 1230 die Nikolaikirche erbaut, die das Zentrum des späteren Nikolaiviertels bildete. Wer dieses heute besucht, befindet sich also auf historischem Gebiet und in einem der ältesten Siedlungsgebiete der Stadt.

Sehenswürdigkeiten im Nikolaiviertel

Die wichtigste Sehenswürdigkeit im Nikolaiviertel ist natürlich die Nikolaikirche. Unübersehbar steht der heute zur Stiftung Stadtmuseum gehörende Bau zwischen der Spree, dem Mühlendamm, der Spandauer Straße und der Rathausstraße. Die Nikolaikirche gilt als das älteste Kirchengebäude Berlins, hat aber im Verlauf ihrer mehr als 800jährigen Geschichte mehrere Umbauten erleben müssen. Sie dient heute keiner sakralen Nutzung mehr, sondern ist stattdessen beliebter Veranstaltungsort für Konzerte geworden. Dazu trägt unter anderem die beeindruckende Orgel bei, die im Jahr 1997 von der Orgelbaufirma Jehmlich aus Dresden erbaut wurde. Direkt neben dem Eingang zur Nikolaikirche befindet sich der Wappenbrunnen, der erst im Jahr 1987 nach Entwürfen des Bildhauers Gerhard Thieme erbaut wurde. Der Brunnen soll mit einem Bären und mehreren Wappen an die Gründung der Stadt erinnern.
Wer vom Wappenbrunnen aus den Blick nach rechts schweifen lässt, blickt auf das Knoblauchhaus, das um 1760 herum im Stil des Spätbarocks errichtet wurde und zu den ältesten noch erhaltenen Bürgerhäusern aus dieser Zeit gehört.
Das ehemalige Wohnhaus der Familie des Nadlermeisters Johann Christian Knoblauch gehört heute ebenfalls zur Stiftung Stadtmuseum Berlin und beherbergt unter anderem eine Ausstellung mit Möbeln und Hausrat aus der Biedermeierzeit.

Zeugen der Jahrhunderte rings um die Nikolaikirche

Es gibt noch weit mehr Sehenswürdigkeiten im Nikolaiviertel zu bewundern:
Wer das Nikolaiviertel vom Mühlendamm her betritt, wird kaum das Ephraim-Palais übersehen, das auf Veranlassung von Veitel Heine Ephraim auf dem Grundstück der ehemals ältesten Apotheke Berlins zwischen 1762 und 1766 erbaut wurde. Das viergeschossige Gebäude gehörte zu den wichtigsten Rokoko-Bauten der Stadt und ist der Stiftung Stadtmuseum angegliedert. Besucher erfreuen sich heute nicht nur an der Baukunst, sondern sehen auch die Grafische Sammlung des Stadtmuseums sowie Wechselausstellungen zur Berliner Kunst- und Kulturgeschichte. Einer der wichtigsten Berliner Zeichner, wenngleich er kein gebürtiger Berliner war, wird indessen im Zille-Museum geehrt. Die Werke von Heinrich Zille, der 1858 in Radeburg bei Dresden geboren wurde und erst ab 1867 in Berlin lebte, erlauben auf unnachahmliche Weise einen Blick auf Berlin und seine Bewohner im beginnenden 20. Jahrhundert. Rund um eine alte Kulturpflanze geht es bei den Ausstellungen im Hanf Museum Berlin, das im November 2017 seinen 23. Geburtstag feierte. Besucher erfahren hier unter anderem für welche Zwecke der Hanf eingesetzt wird und welche Bedeutung die Pflanze und ihr Anbau in verschiedenen Ländern der Welt haben.

Restaurants im Nikolaiviertel

Besuchen Sie auch die Cafes und Restaurants im Nikolaiviertel!
Nach einem Kaffee, einem Bier oder köstlichen Speisen muss man im Nikolaiviertel nicht lange suchen. Urberlinerisch geht es beispielsweise im Restaurant zum Nussbaum zu, in dem schon Heinrich Zille verkehrt haben soll. An diesen erinnert im Übrigen auch die Zille-Destille, in der sich Gäste bei einer Molle und Berliner Snacks durch Zilles Stubentheater unterhalten lassen können.
Deftige Berliner Speisen und selbst gebrautes Bier kommen derweil im Brauhaus Georgbraeu auf den Tisch und auch das Lokal Julchen Hoppe will seine Gäste von den Leibspeisen der Berliner überzeugen. Wer das Nikolaiviertel an sonnigen, warmen Tagen besucht, kann es sich auf den Außenplätzen vom Restaurant & Café Ephraims, vom Restaurant Balthazar oder vom Café & Restaurant Spreeblick direkt am Spreeufer gut gehen lassen.
Natürlich gibt es im und um das Nikolaiviertel weitere Restaurants!
Text: H.J.

Anfahrt zum Nikolaiviertel in Berlin

Mit dem Auto in Richtung Mitte oder einfach der Spitze des Fernsehturms entgegen fahren.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:
U-Bahn: U2 bis Klosterstr.
Tram: M4, M5, M6 bis Spandauer Str. / Marienkirche
Bus: 248, M48 bis Berliner Rathaus oder Nikolaiviertel
147 bis Neumanngasse
100, 200, M48, TXL bis Spandauer Str. / Marienkirche
147, 248, 265, M48 bis Fischerinsel
100, 200 bis Lustgarten
248 bis Littenstr.

[ Zum Seitenanfang ]

Sehenswertes in der Nähe des Nikolaiviertel:

Sehenswürdigkeiten in Berlin:

Alle Angaben ohne Gewähr!, Stand: 13.06.2018