Alexanderplatz

Alexanderplatz
Blick auf den Alexanderplatz in Berlin Mitte mit der Weltzeituhr. Foto: © shaman11

Der Alexanderplatz in Berlin (Für die Berliner "Der Alex")

Wissenswertes über den Alexanderplatz, der im Berliner Volksmund meist nur "Alex" genannt wird. Der Platz befindet sich im Bezirk Mitte am nordöstlichen Rand der historischen Mitte von Berlin.

Der Alexanderplatz - Ein Platz im stetigen Wandel

Der Alexanderplatz in Berlin-Mitte gehört seit jeher zu den lebendigsten Plätzen der Stadt und ist damit ein großer Anziehungspunkt für Berliner und Touristen aus aller Welt. Immerhin ist der Alexanderplatz nicht nur ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, sondern auch Standort einiger Sehenswürdigkeiten sowie eines Hotels, großer Warenhäuser und Shopping Malls. Hinzu kommen die zahlreichen Veranstaltungen, die zu allen Jahreszeiten am Alexanderplatz abgehalten werden, wie zum Beispiel der Ostermarkt, das Oktoberfest und ein kleiner Weihnachtsmarkt.

Sehenswürdigkeiten am Alexanderplatz

Ein beliebter Treffpunkt für Berliner und Auswärtige ist seit vielen Jahrzehnten die Urania-Weltzeituhr, die im Jahr 1969 und damit zeitgleich mit dem Berliner Fernsehturm aufgestellt wurde. (Der Fernsehturm steht übrigens nicht auf dem Alexanderplatz, ist von diesem aber in wenigen Gehminuten zu erreichen.) Aber auch der Brunnen der Völkerfreundschaft in der Mitte des Platzes wird gern besucht, denn an dessen Brunnenrand finden müde Stadtbesucher einen gemütlichen Platz zum Ausruhen.
Wer sich für Architektur interessiert, sollte sich die Kongresshalle und das Haus des Lehrers am östlichen Rand ansehen. Besucher, die den Platz hingegen in westlicher Richtung unter den Bahnbrücken durch verlassen, erreichen hier unter anderem die Marienkirche, den Fernsehturm, das Rote Rathaus und den Neptunbrunnen, der zu den schönsten Brunnen Berlins gehört.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe vom Alexanderplatz

Shopping am Alexanderplatz

Mit dem erst im Jahr 2007 erbauten Alexa ist auf der östlichen Seite des Alexanderplatzes ein riesiges Einkaufszentrum entstanden, das allerdings nicht die einzige Einkaufsmöglichkeit hier ist.
Direkt gegenüber befindet sich in einem Neubau der Technikmarkt Saturn. Im Berolinahaus hat C&A eine Filiale eröffnet und am Fuße des Hotels kaufen vor allem junge Leute bei Primark oder im Schuhladen CCC ein.
Direkt am S-Bahnhof Alexanderplatz finden Sie das
Kaufhaus GALERIA Kaufhof am Alexanderplatz.

Rund um den Fernsehturm laden hingegen die Rathauspassagen sowie ein Neubau mit mehreren Modegeschäften zum Shoppen ein. Außerdem gibt es hier ein Kino und viele gastronomische Einrichtungen. Entdecken Sie die vielen Shoppingmöglichkeiten am Alex!

Vom Königs Thor Platz zum Alexanderplatz

Der Alexanderplatz befindet sich unweit der historischen Mitte Berlins, an deren Rand gegen Ende des 17. Jahrhunderts die Georgenvorstadt entstand. Diese lag vor dem Georgentor an dem damaligen Berliner Stadttor, das später in Königstor umbenannt wurde. Der Platz vor dem Tor erhielt in diesem Zug den Namen Königs Thor Platz und sollte später zum Teil als Marktplatz und zum Teil als Platz für Paraden genutzt werden. Nachdem im Jahr 1805 der russische Zar Alexander I. beim preußischen König weilte, wurde der Platz ihm zu Ehren in Alexanderplatz umbenannt. Schon zu diesem Zeitpunkt galt dieser Ort als ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, an dem zahlreiche Pferdeomnibusse zum Potsdamer Platz verkehrten. Im Jahr 1882 kam dann der Stadtbahnhof Alexanderplatz hinzu.

Der Fernsehturm am Alexanderplatz
Blick vom Alex auf den Fernsehturm
Foto © philipk76

Vom Wohnquartier zum Standort wichtiger Bauten

Im Verlauf der Jahrzehnte veränderte sich die Bebauung. Während um 1700 herum vorwiegend Handwerker, Kleinbürger und Manufakturarbeiter rund um den Platz wohnten, wurden ab 1870 einige große Gebäude, wie das Grand Hotel, das Amtsgericht, das Polizeipräsidium und die Zentralmarkthalle erbaut. Zur größten Blütezeit kam der Platz allerdings erst im 20. Jahrhundert mit der Errichtung drei großer Warenhäuser sowie des Alexanderhauses und des Berolinahauses.
Statt mit den einstigen Pferdeomnibussen erreichten die Berliner den Platz nun mit der Stadtbahn, der U-Bahn oder der Straßenbahn; Besucher aus anderen Gegenden kamen direkt mit der Fernbahn bis hierher. Im Jahr 1936 galt der Alexanderplatz als der verkehrsreichste Platz der Stadt - eine Entwicklung, die durch Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg zunächst ein Ende nahm. Nach Ende des Krieges und der Teilung Berlins wurden einige Gebäude in Plattenbauweise neu errichtet. Unter anderem entstanden das Interhotel, das Centrum-Warenhaus, das Haus des Reisens und das Haus des Berliner Verlages neu.

Der Alexanderplatz in Berlin Mitte heute

Nach der Wende gab es zunächst verschiedene Pläne, den Alexanderplatz umzubauen und zu erweitern, denen der Berliner Senat im Jahr 1994 zustimmte.
Bisher ist es jedoch weitestgehend bei den Plänen geblieben, die unter anderem den Bau von elf Hochhäusern mit Wohnungen und Geschäften vorsahen. Auch sollte das ehemalige Interhotel abgerissen werden, das heute als Hotel Park-Inn geführt wird und nicht über Gästemangel klagen kann. Vergrößert und umgebaut wurde indessen das Centrum-Warenhaus, das eine Filiale der Galeria Kaufhof beherbergt. Das Berolinahaus und das Alexanderhaus gehören zu den denkmalgeschützten Gebäuden rund um den Platz, der - wie es heißt - inzwischen wieder von mehr als 350.000 Besuchern am Tag frequentiert wird. Diese schauen sich zum Beispiel die Sehenswürdigkeiten an, besuchen die zahlreichen Geschäfte oder steigen einfach nur in ein anderes Verkehrsmittel um.

Wie kommt man zum Alexanderplatz?

Sie erreichen den Alex sehr gut mit der U-Bahn (U2, U5 und U8) oder der S-Bahn (S5, S7, S75) bis zum Bahnhof Alexanderplatz.

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Stand: 28.11.2017