Nikolaikirche in Berlin

Text: A. K. (Journalistin aus Berlin) / Letzte Aktualisierung: 19.06.2021

Die Nikolaikirche im Nikolaiviertel Berlin
Blick auf die Nikolaikirche im Nikolaiviertel - Foto: © TTstudio - stock.adobe. com

Der Vorgängerbau der heutigen Nikolaikirche wurde um 1230 erbaut. Im Laufe der Jahre wurde der Bau erweitern, zerstört und wieder aufgebaut. Seit 1995 ist die Nikolaikirche ein Museum.

Nikolaikirche: Berlins älteste Kirche erstrahlt wie neu

Über Jahre hinweg schlummerte sie im Dornröschenschlaf, dämmerte im Schatten von Brandenburger Tor und Fernsehturm. Dabei zählt die Nikolaikirche, geweiht dem Schutzpatron der Kaufleute, als ältestes Gebäude Berlins und somit wichtiges Zeugnis der Stadtgeschichte ebenso zu den Wahrzeichen Berlins wie Siegessäule und Sony Center. Markant erhebt sie sich mit ihren Backstein-Zwillingstürmen über die Dächer des Nikolaiviertels. Nun wurde das um 1200 ursprünglich als feldsteinerne Pfeilerbasilika errichtete Gotteshaus nach zweijähriger Sanierung feierlich wiedereröffnet. Das Besondere daran: Der heilige Ort ist nun nicht nur Kirche, sondern dokumentiert als musealer Raum die über 800-jährige Geschichte Berlins.

Infos für Ihren Besuch

Adresse:
Nikolaikirche
Nikolaikirchplatz
10178 Berlin
Tel: 030/ 24 002 162

Anfahrt:
U-Bahn: U5 bis Berliner Rathaus

Öffnungszeiten der Nikolaikirche:

Montag - Sonntag:
10:00 Uhr - 18:00 Uhr

Museum in der Nikolaikirche:

Derzeit geschlossen.

Eintrittspreise:
Erwachsene 6€, ermäßigt 4€
bis 18 Jahre freier Eintritt

Die Nikolaikirche zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Berlin. Nicht nur die Architektur ist interessant, sondern auch die Ausstellungsstücke im Museum.

Sanierung der Berliner Nikolaikirche

Fast vier Millionen Euro hat die Sanierung gekostet. Dafür wurde nicht nur der einst wellig gewordene Fußboden mit neuen Terrakottafliesen aus der Märkischen Keramikmanufaktur in Reichow verlegt, auch dreitausend Quadratmeter Wand- und Gewölbeflächen wurden aufwändig restauriert. Außerdem flickten die Restauratoren insgesamt 350 Meter Risse in den Wänden und Gewölben und brachten neue vertikale Leuchten als Lichtbänder an. Ein besonderer Blickfang sind die wieder in die Kirche zurückgekehrten überlebensgroßen, einst zum Barockaltar gehörigen Schnitzfiguren. Wieder zu sehen sind auch das mächtige Triumphkreuz am Übergang vom Kirchenschiff zum Chorraum, das Taufbecken von 1563 und die Kanzel von 1662.

Die Nikolaikirche in Berlin zu DDR Zeiten:

Allzu viel hat die Nikolaikirche nicht an ursprünglicher Substanz bewahrt. Ihre heutige Gestalt erhielt die Kirche in erster Linie zu DDR-Zeiten, war doch außer einigen Wandgrabmälern und Farbresten von dem Bau nach dem Krieg kaum etwas übrig geblieben. Anlässlich der 750-Jahrfeier Berlins 1987 hatte die DDR den schwer beschädigten Backsteinbau schließlich rekonstruiert.

Ausstellung im Museum Nikolaikirche

Über 20 Jahre später erstrahlt die Nikolaikirche nun wieder fast wie neu. Die Dauerausstellung fokussiert die bau- und kirchengeschichtliche Rolle der Nikolaikirche und dokumentiert ihre Bedeutung für die Stadtgeschichte. Außerdem erinnert die Ausstellung an das Wirken einiger, mit der Kirche eng verbundener berühmter Persönlichkeiten.

Insgesamt sieben Themeninseln informieren den Besucher über Stadt- und Kirchengeschichte:

  • Spurensuche - Die frühe Berliner Stadtgeschichte
  • Vom Feldstein zum Backstein - Die Baugeschichte der Nikolaikirche
  • Spaziergänge - Das Nikolaiviertel gestern und heute
  • Weltbekannt - Kirchenlieder aus St. Nikolai
  • Liturgie im Wandel - Sakrale Kunstwerke und liturgische Geräte
  • Bestattungskultur im Kirchenraum - Das Pantheon der Berliner
  • Verloren und wiederentdeckt - Der Münzschatz aus dem Turmknauf

Kirchen in Berlin: