Am östlichen Ende der Linienstraße aufgestellter Gipsguss
der Figur von Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. (1688-1740).
Schöpfer der Skulptur ist der Bildhauer
Christian Friedrich Heinrich Bettkober (1746-1809)
Foto: © -wn-
dem Roman "Berlin Alexanderplatz" ist hier angesiedelt. "Linienstraße, da ist das Haus, wo sich Franz Biberkopf (nach seiner Tegeler Haft) verkrochen hat", heißt es in Alfred Döblins (1878-1957) bekanntem Buch. Als literarische Figur des Schriftstellers Albert Emil Brachvogel (1824-1878) taucht der anstellungslose Komponist und älteste Bachsohn Wilhelm Friedemann (1710-1784) auf. In dem nach ihm benannten Roman finden wir Bach im Haus eines Sargmachers, der nahe der "Liniengasse" seine "Nasenquetschen" feil bietet. Er lebt dort in einer Dachkammer "mit einem stets betrunkenen Flötisten". Vor der Haustür findet man, schreibt Brachvogel, "den Chorus der … Kesselflicker, Hehler, Diebe und Buhldirnen, (und) so hat man eine Szene, wie sie in Paris und London nicht ekelhafter und trauriger sein kann". Als ein früherer Schüler Friedemann Bach um die Erlaubnis bittet, ihn in seinem Quartier besuchen zu dürfen, reagiert dieser harsch: "Zu mir? Hahaha, in das Hundeloch? Nein, nicht einmal wissen sollte Ihr, wo ich stecke."