Ausländer aus 184 Staaten leben in Berlin . Die am 31. Dezember 2006 in Berlin mit Hauptwohnung gemeldeten 467 683 Ausländer kamen nach Mitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg aus insgesamt
184 Staaten. Darunter sind 73,1 Prozent Europäer (341 853), 14,4 Prozent Asiaten (67 395), 5,2 Prozent Amerikaner (24 427), 3,8 Prozent Afrikaner (17 925) und 0,3 Prozent Australier (1 581). Der Anteil der Ausländer an allen melderechtlich registrierten Einwohnern Berlins hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 13,9 auf 14,0 Prozent erhöht.

Am 31. Dezember 2006 waren in Berlin 131 450 Bürger aus den bis zu diesem Tag 24 Staaten der Europäischen Union (außer Deutschland) mit Hauptwohnung gemeldet. Das sind 7 138 (5,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Damit kommen 28,1 Prozent der in Berlin gemeldeten Ausländer aus Staaten der Europäischen Union. Ein Drittel der Unionsbürger sind Polen (44 461 oder 33,8 Prozent). Zahlenmäßig stark vertreten sind außerdem Italiener (14 251), Franzosen (12 263), Griechen (10 109), Briten (9 559) und Österreicher (8 676).

Seit Januar 2007 gehören auch Bulgarien und Rumänien zur Europäischen Union. Ende Dezember 2006 waren 5 347 Bulgaren und 2 696 Rumänen in Berlin gemeldet. Türkische Staatsangehörige sind mit 115 945 Personen (24,8 Prozent) am stärksten unter allen Ausländern vertreten, ihre Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 1 791 (–1,5 Prozent) weiter zurückgegangen. Den zweiten Platz nehmen die polnischen Staatsbürger ein, deren Zahl sich binnen Jahresfrist um 3 674 (+9,0 Prozent) auf 44 461 erhöht hat. Drittgrößte Gruppe bilden 24 095 Bürger aus Serbien, unter denen sich jedoch auch Bürger des ehemaligen Serbien und Montenegro sowie Bürger des ehemaligen Jugoslawien befinden, die sich noch bei Bestehen dieser Staaten in Berlin angemeldet haben und noch nicht den jeweiligen Nachfolgestaaten zugeordnet sind (Vergleich zum Vorjahr: –662).

Im Vergleich zum 31. Dezember 2005 sind – abgesehen von ausländischen Bürgern aus einigen Ländern der Europäischen Union – die höchsten Zuwachsraten für Bürger aus Mexiko (+13,5 Prozent) und Australien (+11,2 Prozent) festzustellen. Die meisten in Berlin gemeldeten Amerikaner stammen nach wie vor aus den USA: 13 064 und damit 508 bzw. 4,0 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Vietnamesen stellen mit 11 767 Personen in Berlin die größte Bevölkerungsgruppe aus Asien. Die Zahl der Vietnamesen stieg im Jahresvergleich um 469 (4,2 Prozent). Der größte Teil der Afrikaner stammt aus Ghana (1 876). 1 260 Australier lebten 2006 in Berlin.

Die höchsten Ausländeranteile verzeichneten wie im Vorjahr die Bezirke Mitte (28,9 Prozent), Friedrichshain-Kreuzberg (23,2 Prozent) und Neukölln (22,4 Prozent). Die Bezirke Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf hatten die niedrigsten Ausländerquoten (3,4 bzw. 3,5 Prozent).
Gegenüber dem Vorjahr ist die Ausländerzahl in neun Bezirken gestiegen, am stärksten erneut in Pankow (+ 8,6 Prozent) und Marzahn-Hellersdorf (+ 4,4 Prozent). Abnahmen sind in Treptow-Köpenick mit –1,9 Prozent, Reinickendorf mit –1,5 Prozent und Spandau mit –0,6 Prozent zu verzeichnen...

Pressemitteilung vom Statistischen Landesamtes Berlin


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