Karl-Friedrich Schinkel: Werke von Berlins größten Baumeister

Seit Jahren muss Berlin elendige Architekturdebatten ertragen. Die wüste Mischung von Stein und Glas bzw. historisch-klassizistischen und postmodernen Betonbauten hat schon viele Glaubenskriege entfacht. Auch wenn Berlin mehr als nur ein Herz hat und keine homogene Mitte aufweist, gibt es dennoch an vielen Stellen prächtige Monumentalbauten, die darauf hinweisen, dass Stadtplanung zumindest zu preußischen Blütezeiten mit mehr Liebe für das griechische Schönheitsideal angegangen worden ist. Denn was wäre Berlin ohne die architektonischen Schätze aus Schinkels Zeiten? Die meisten baulichen Sehenswürdigkeiten des historischen Berlins sind ihm, dem Stararchitekten des Königreichs Preußen, zu verdanken.

Werke von Karl-Friedrich Schinkel


Meisterhaftes hat Schinkel etwa mit dem Bau des Schauspielhauses auf dem Gendarmenmarkt, der monumentalen Neuen Wache Unter den Linden, einem beeindruckenden Zeugnis des Klassizismus, oder des Alten Museums am Lustgarten, dem ersten öffentlichen Museum Deutschlands, geschaffen. Aber auch die
Friedrichswerdersche Kirche mit ihrer neugotischen Formensprache, das Schloss Tegel, das Schloss Charlottenhof oder das Denkmal auf dem Kreuzberg für die Siege in den Befreiungskriegen gehören zu seinen Werken.

Aus der Biografie von Karl-Friedrich Schinkel


Über Schinkels Privatleben ist nicht allzuviel bekannt. Am 13.März 1781 in Neuruppin geboren, verlor er im Alter von sechs Jahren seinen Vater. Wenige Jahre später beschloss die Familie, nach Berlin umzusiedeln. Dort lernte der junge kunstinteressierte Schinkel auf einer Ausstellung Friedrich Gilly kennen, der damals als aufstrebendes Talent unter deutschen Architekten galt und einen Lehrstuhl an der eben erst gegründeten Berliner Bauakademie bekleidete. Als Schinkel Gillys Zeichnungen sah, stand für ihn fest: er wollte Baumeister werden! In nur drei Jahren schloss er schließlich als einer der ersten Studenten der Bauakademie sein Studium bei Gilly ab, mit dem ihn eine sehr enge Freundschaft verband. Ein freundschaftliches Verhältnis pflegte Schinkel übrigens mit sehr vielen bedeutenden Persönlichkeiten seiner Zeit; so zum Beispiel auch mit Alexander von Humboldt, den er während einer ausgedehnten Italienreise in Rom kennenlernte. Als Musikliebhaber und Stammgast bei den Berliner Symphoniekonzerten - Schinkel entwarf unzählige Theaterdekorationen, darunter allein 26 für Mozarts Zauberflöte - war er auch mit Felix Mendelssohn-Bartholdy befreundet.

Später, im Zenit seiner Karriere angekommen, stand Schinkel als hoher Staatsbeamter unter den Hohenzollernkönigen Friedrich Wilhelm II. und IV. an der Spitze der preußischen Bauverwaltung. Dabei war er nicht nur dafür verantwortlich, Berlin zur repräsentativen preußischen Hauptstadt, zum alles überragenden Spree-Athen, auszubauen. Er musste sich darüber hinaus auch um Projekte in den preußischen Territorien von Rheinland im Westen bis Königsburg im Osten kümmern.

Ein über die Grenzen Preußens hinaus erfürchtig bewundertes Spree-Athen sollte es dennoch nie geben. Denn mit den altehrwürdigen Habsburgern und Wittelsbachern oder gar den unermeßlichen Kunstschätzen der Dresdener konnten sich die Preußen damals nicht messen. Umso bedeutender war für sie die Genialität ihres Baumeisters, der mit Geschick und Geschmack vieles an finanzieller Dürftigkeit wettmachte. Ein gutes Beispiel dafür ist der von Schinkel so oft verwendete filigrane Gusseisenschmuck, der das billige Material durch die Form adelt. Schinkel betrieb in England Industriespionage und brachte das Verfahren nach Deutschland mit. Ein besonders eindrucksvolles Zeugnis davon dürfte die Berliner Schlossbrücke mit ihrem aus Eisenguss seriell gefertigten Geländer abgeben.
(Text: ak)

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