Biomarkt in Berlin und Brandenburg

Lebensmittel aus dem Biomarkt
Der Biomarkt boomt - auch in unserer Region - Symbolbild: © kucherav

Bioprodukte sind sehr beliebt

Artgerechte Tierhaltung, geringe Schadstoffbelastung und vor allem der Wunsch nach einer gesunden Ernährung sind die wesentlichen Gründe, weshalb immer mehr Verbraucher zu Bio-Produkten greifen. Zukunftsforscher sehen in Bio einen der großen gesellschaftlichen Trends. Ob Hofladen, Wochenmarkt, Reformhaus, Bio-Laden, Bio-Supermarkt, Supermarkt oder Discounter: Bio-Lebensmittel sind inzwischen in allen Verkaufsstätten zu finden und das Sortiment wird stetig größer. So wächst der Bio-Markt anhaltend mit hohen, zweistelligen Wachstumsraten.

Noch vor 20 Jahren war der Biomarkt ein typischer Nischenmarkt: Der Anteil der Bio-Betriebe lag unter 0,5 Prozent und die Erzeugnisse wurden in Hofläden, auf Wochenmärkten oder in wenigen kleinen Naturkostläden verkauft. Seither setzte eine rasante Entwicklung ein: In den letzten Jahren hat sich die ökologisch bewirtschaftete Fläche verdoppelt. So wurden Anfang des Jahres 2006 in Deutschland 807.406 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche von insgesamt 17.020 Betrieben ökologisch bewirtschaftet. Das entspricht 4,3 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe und 4,7 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche.

Bio Lebensmittel sind in Berlin sehr gefragt

Der Umsatz mit Bio Lebensmitteln im Handel stieg von 1,48 Mrd. Euro im Jahr 1997 auf knapp 4 Mrd. Euro im Jahr 2005. Damit erreicht der Bio-Markt einen Umsatzanteil am gesamten Lebensmittelmarkt von ca. 3 Prozent. Die Wachstumsraten stabilisieren sich mit 15 Prozent im Jahr 2005 und 16 Prozent im Jahr 2006 auf hohem Niveau.

Bio mögen fast alle

Etwa drei Viertel der Bevölkerung kaufen Bio Lebensmittel, davon 15 Prozent häufig und 59 Prozent gelegentlich. In Zukunft wollen 84 Prozent der deutschen Bevölkerung Bio Lebensmittel kaufen. Damit ist Bio ein selbstverständlicher Bestandteil der deutschen Ernährungskultur geworden. Mittlerweile greifen zwar Käufer aus allen Bevölkerungsschichten zu Bio, doch gibt es nach wie vor typische Käufergruppen. So kaufen vor allem besserverdienende Familien mit kleinen Kindern, Frauen in der (Nach-)Familienphase und Gesundheitsbewusste ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig Bio Produkte.

Durch das zunehmende Interesse der Verbraucher bieten in der Zwischenzeit nahezu alle Verkaufsstätten Bioprodukte an. So vermarkten neben den konventionellen Supermarktketten, die bereits seit Jahren Bio-Produkte in ihr Sortiment aufgenommen haben, jetzt auch die Discounter und Drogeriemärkte Bioprodukte. Gleichzeitig weiten alle Verkaufsstätten ihre Sortimente aus. Diese zwei Faktoren - Zunahme der Zahl an Verkaufsstätten und Ausweitung des Sortiments - sind wesentliche Träger des Wachstums im Bio-Markt.

Hier können Sie Bio Lebensmittel in Berlin kaufen:

Massenhaft Bio bei Aldi, Lidl und Co
Am meisten vom Bioboom profitieren der konventionelle Lebensmitteleinzelhandel (hier vor allem die Discounter) und der Naturkostfachhandel (hier vor allem die Bio-Supermärkte). Im Jahr 2005 ist der Bio-Umsatz des konventionellen Handels um 25 Prozent und der Umsatz des Naturkostfachhandels um 10 Prozent gestiegen.
Der prozentuale Anteil des konventionellen Lebensmitteleinzelhandels am Gesamtabsatz von Bioprodukten nimmt stetig zu. Dennoch findet insgesamt betrachtet noch kein Verdrängungswettbewerb statt und nahezu alle Verkaufsstätten können an dem Umsatzwachstum teilhaben. Leider geht der Bioboom an den deutschen Bauern weitgehend vorbei. Aufgrund der geringen und unsicheren Förderung stellen kaum noch konventionelle Betriebe auf ökologische Wirtschaftsweise um. Heimische Bioprodukte werden zur Mangelware und die europäische und internationale Konkurrenz sichert sich immer mehr Marktanteile in Deutschland, dem bedeutendsten europäischen Absatzmarkt für Bio-Lebensmittel. Schauen Sie doch einfach mal in einem der Bioläden vorbei!
Text: JSR / Stand: 26.09.2020 / Alle Angaben ohne Gewähr!

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