Martin-Gropius-Bau in Berlin

Text: U. G. (Diplom-Kommunikationsmethodiker aus Berlin) / Letzte Aktualisierung: 17.06.2021

Blick auf den Martin-Gropius-Bau in Kreuzberg
Blick auf den Martin-Gropius-Bau in Berlin Kreuzberg - Symbolbild: © hanohiki - stock.adobe. com

Martin-Gropius-Bau - einer der schönsten Ausstellungsorte in Kreuzberg

1877 als Kunstgewerbemuseum gebaut, war der Martin-Gropius-Bau nach den schweren Bombenangriffen des Zweiten Weltkrieges jahrzehntelang eine Ruine. Doch seit 1981 werden in dem wiederhergestellten Gebäude wechselnde Ausstellungen aus dem In- und Ausland präsentiert. Außerhalb des Martin-Gropius-Baus, auf dem Freigelände, befindet sich die Dauerausstellung "Topographie des Terrors". Diese erinnert eindringlich an ein düsteres Kapitel der deutschen Geschichte. Dort wo jetzt die Ausstellung ist, befand sich früher die Gestapo-Zentrale. Gegenüber dem Martin-Gropius-Bau befindet sich ein fast ebenso schönes Gebäude: das Parlament des Landes Berlin.

Wichtige Infos für Ihren Besuch

Adresse:
Martin-Gropius-Bau Berlin
Niederkirchnerstraße 7/
Ecke Stresemannstraße 110
10963 Berlin
Tel: 030/ 254 86-0

Anfahrt:
U-Bahn: U2 Potsdamer Platz oder U6 Kochstraße
S-Bahn: S1, S2, S25 Potsdamer Platz oder Anhalter Bahnhof
Bus: M29 Anhalter Bahnhof oder M41 Abgeordnetenhaus
Kostenpflichtiger Parkplatz vorhanden

Öffnungszeiten des Martin-Gropius-Bau:
Freitag bis Mittwoch 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Donnerstag 10:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Dienstag geschlossen
Die Kasse schließt um 18:30 Uhr (Fr-Mi) /
20:30 Uhr (Do)

Eintrittspreise im Gropiusbau:
Derzeit keine Informationen.

Die Architektur des Martin-Gropius-Bau

Schon von außen stimmt der imposante Martin-Gropius-Bau auf den zu erwartenden Kunstgenuss in seinen Hallen ein: Die rötliche Fassade ist im oberen Bereich mit Terrakotta-Reliefs und Mosaiken reich verziert. Über eine große Treppe - flankiert von prächtigen Skulpturen - können Sie das Gebäude betreten. Beeindruckend sind nicht nur die internationalen Ausstellungen, die den Martin-Gropius-Bau berühmt gemacht haben, sondern auch seine Architektur. Der zentrale Lichthof, der sich über die volle Höhe des Gebäudes erstreckt, wird Sie staunen machen. Zwischen den Fenstern können Sie die Wappen der deutschen Länder und wunderschöne Mosaiken entdecken. Und überhaupt: Besonders beim ersten Mal, aber auch bei jedem weiteren Besuch verblüfft das Haus durch die Großzügigkeit seiner Räume, die Exklusivität seiner Ausstellungen und nicht zuletzt durch den im Untergeschoß befindlichen Art Shop, in dem Sie nach der Ausstellung in Tausenden von Kunst- und Designbüchern stöbern können. Das Angebot ist wirklich grandios!

Spektakuläre Ausstellungen im Gropiusbau

Seit der Gründung als Kunstgewerbemuseum bis heute machte der Martin-Gropius-Bau durch spektakuläre Ausstellungen Kunstgeschichte. Bereits die Exposition "Der Schatz des Priamos" die von 1881 bis 1885 lief, zog Scharen von Besuchern an. Doch auch heute werden hier Ausstellungen präsentiert, die dem Gebäude zu Recht einen hohen Rang unter den Kunsttempeln dieser Welt beschert hat. Legendäre Ausstellungen der Vergangenheit waren beispielsweise "Ägyptens versunkene Schätze" im Jahr 2006. 450.000 Kunstinteressierte wollten die Wunder einer längst vergangenen Welt mit ihren eigenen Sinnen erfahren. Doch auch andere Präsentationen mehrten den Ruhm des Martin-Gropius-Baus: Anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2006 fand die Ausstellung "Rundlederwelten" statt. Und 2009 lief anlässlich des Geburtstages der Bundesrepublik die Schau "Sechzig Jahre. Sechzig Werke. Kunst aus der Bundesrepublik Deutschland". 2010 wurden zwei weitere Highlights präsentiert: Eine retrospektive Ausstellung der berühmten mexikanischen Malerin Frida Kahlo und "Teotihuacan - Mexikos geheimnisvolle Pyramidenstadt". Spektakulär im Jahre 2011 ist ohne Zweifel diese Ausstellung für alle Freunde der modernen Kunst: "Kompass. Zeichnungen aus dem Museum of Modern Art New York". Zum ersten Mal wurden in Berlin 250 Arbeiten von 120 Künstlerinnen und Künstlern des MoMA präsentiert. Darunter beispielsweise Cy Twombly, Jasper Johns, Ed Ruscha, der Berliner Martin Kippenberger, Donald Judd und Lucy McKenzie.

Die legendäre Vergangenheit der Ausstellungen des Martin-Gropius-Baus lässt großen Kunstgenuss für die Zukunft erahnen. Hätte Berlin nur dieses Haus, um Kunst und Kultur aus aller Welt zu präsentieren: Ein Besuch würde sich dennoch lohnen!

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