Kolonie Wedding in Berlin

Text: J. S. / Letzte Aktualisierung: 17.06.2021

Kunst in der Kolonie Wedding
Wissenswertes über die Kolonie Wedding in Berlin - Symbolbild: © ThinMan - stock.adobe. com

Kunst im Problemkiez: Die Kolonie Wedding

Der Soldiner Kiez im Wedding steht allgemein in einem anderen Ruf als dem, ein Hort der Künste zu sein. Umso erstaunlicher ist es, was sich dort allmonatlich in Ladengeschäften, Hinterhäusern, Remisen und Werkschuppen in einer Art Werkschau zeitgenössischer Kunst präsentiert.

Wichtige Infos für Ihren Besuch

Adresse:
Kolonie Wedding e.V.
Soldiner Str. 92
13359 Berlin
Tel: 030/ 49 91 46 50

Anfahrt:
U-Bahn: U8, U9 bis Osloer Straße
S-Bahn: S1, S2, S25, S26, S8, S85 bis Bornholmer Straße
Bus: 250, 255, M27 bis Prinzenallee / Soldiner Str.

Öffnungszeiten der Kolonie Wedding:
Am letzten Wochenende des Monats. Vorab gibt es einen Flyer mit allen Terminen und Ausstellungen.

Was wird gezeigt?
Malerei, Videokunst, Installationen, Skulpturen, Fotografien

Veranstaltungen in der Kolonie Wedding

Jeden letzten Freitagabend im Monat und auch das ganze folgende Wochenende über öffnen gut 20 Galerien und Ateliers zwischen Osloer, Soldiner und Drontheimer Straße ihre Türen und veranstalten unter dem Titel "Kolonie Wedding" fröhliche Vernissagen, Lesungen, Konzerte und Theaterveranstaltungen. Der jeweils im Vorfeld produzierte Flyer informiert darüber, wo was stattfindet, und dient denjenigen, die sich nicht dem geführten Rundgang anschließen, als Landkarte für die Schnitzeljagd durch die Straßen des Soldiner Kiezes.

Man merkt schnell, wie unentbehrlich dieser Flyer ist. Die Galerien in den Ladengeschäften sind an diesen Abenden zwar kaum zu übersehen, aber einige der interessantesten Ateliers verbergen sich in einer Remise im Hinterhof oder im vierten Stock des Hinterhauses. Das Treppensteigen lohnt sich: die stilistische Vielfalt der Objekte der meist jungen Künstler ist erfrischend. Ob Fotografien, Malerei, Collagen, Videos, Skulpturen - es gibt, am besten mit einer Flasche Bier in der Hand, viel zu staunen und bisweilen auch zu lachen. Hier ist der Kunstbetrieb noch sehr viel entspannter als in den Szenekiezen, manche Künstler schenken in kalten Nächten auch mal einen heißen Punsch aus und eine der Galeristinnen heftet jedem Besucher eine symbolische Rose ans Revers: eine bunte Stecknadel.

Geschichte der Kolonie Wedding

Entstanden ist der Verein Kolonie Wedding aus einer Initiative von Künstlern, dem Quartiersmanagement Soldiner Straße und der Wohnungsbaugesellschaft DEGEWO. Letztere stellte den Künstlern ab dem Jahr 2001 günstig leerstehende Ladenlokale und Gewerberäume zur Verfügung, um den Kiez kulturell aufzuwerten und neue Impulse zu setzen. Inzwischen haben sich dieser Initiative noch weitere Ateliers angeschlossen. Die meisten Ateliers und Galerien sind auch außerhalb der Kolonie-Veranstaltungen zu besichtigen, allerdings meist nur nach telefonischer Vereinbarung.

Galerien in Berlin: