Kaiserbahnhof Joachimsthal

Kaiserbahnhof bei Joachimsthal
Der Kaiserbahnhof bei Joachimsthal - Foto: © -wn-

Auf dieser Seite finden Sie interessante Fakten über die Geschichte des Kaiserbahnhof bei Joachimsthal sowie auch die Adresse und die Öffnungszeiten.

Der Kaiserbahnhof bei Joachimsthal / Einfahrt für Majestäteken Narziss

Rund 217 Jahre lang - vom 18. Januar 1701 bis zum 28. November 1918 - regieren in Preußen aufeinanderfolgend sechs Könige und drei Kaiser. Im royalen Wandel wechseln die Charaktere: da ist der geltungssüchtige Verschwender, ihm folgt der bigotte Jagdfanatiker, ein kriegerischer Feingeist zwischendurch, ein Mädchenverführer, den man später den "dicken Lüderjahn" (Taugenichts) nennt, ein Verächter der ihm angebotenen deutschen Kaiserkrone, ein Zauderer im Kampf gegen Napoleon und ein im Volk erstaunlich beliebter Charismatiker mit einem herkulischen Backenbart und gelockten Koteletten. Und schließlich - nach allgemeinem Dafürhalten - der Lächerliche. Gemeint ist der neunte in der Reihe, der dritte und letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. (1859-1941). Er überragt die acht übrigen Potentaten als Zentralgestalt einschlägiger Witze. Über keinen von ihnen wurde so viel gelästert und gelacht als über ihn. (Erst die Funktionäre Ulbricht, der Mundartsprecher, und Honecker, das Sprachwunder, werden Jahrzehnte später die vorderen Plätze einnehmen.) Die Lästereien auf Wilhelms Kosten sind aus heutiger Sicht eher mild, aber doch treffend; und sie beeinträchtigten nur wenig die relative Beliebtheit dieses burlesken Kreators eines gezwirbelten Oberlippenbartes, der wie der Reichsadler seine Fittiche in die Höhe reckt. Der steile Bart gilt als Symbol für die Selbstverliebtheit seines Trägers wie ein weiterer Witz herausstellt. Wilhelm wolle "auf jeder Jagd der Hirsch, auf jeder Hochzeit die Braut, auf jeder Beerdigung die Leiche" sein. Immer muss er das Zentrum des Geschehens sein. Anderer Witz: "Der erste (in der Reihe der drei Kaiser) war der greise Kaiser (gemeint ist Wilhelm I.), der zweite war der weise Kaiser (gemeint ist Friedrich III., der Neunundneunzig-Tage-Kaiser), der dritte (Wilhelm II.) war der Reisekaiser."

Das hängt ihm an. Die in München erscheinende satirische Wochenzeitschrift Simplicissimus, die gern ein bisschen wider die wilhelminische Politik den Stachel löckt, schrieb 1911 (Heft 47): "An Kaisers Geburtstag mussten achtjährige ABC-Schützen in einer höheren Schule in Sachsen auf Geheiß der Lehrerin folgenden Satz an die Tafel schreiben: "Der Deutsche Kaiser heißt Wilhelm und wohnt in Berlin." Zu Hause sollten die Kleinen selbst einen Satz dazuschreiben, der die Fortsetzung des ersten Satzes bildete. Ein ABC-Schütze, der nicht weiß, was er schreiben soll, wendet sich an seinen Vater um Rat. Papa diktiert ihm folgenden Satz als Fortsetzung in den Griffel (Schreibgerät für die Schiefertafel): "An Kaisers Türe hängt ein Briefkasten mit der Inschrift: Verreist! Nicht zu Haus!"

Von "Heil Dir im Siegerkranz" zu "Heil Dir im Sonderzug"

Bahnhofsportal Kaiserbahnhof Joachimsthal
Der preußische Adler über dem Bahnhofsportal
Foto: © -wn-

Die Leidenschaft des Potentaten, ohne offiziellen Grund kreuz und quer durchs Land zu reisen und sich dem Volk in verschiedensten Uniformen zu zeigen, führt bald dazu, dass Spaßvögel die preußische Nationalhymne umdichten. Es heißt jetzt nicht mehr "Heil Dir im Siegerkranz", sondern "Heil Dir im Sonderzug". Aber nicht genug: In berlintypischer Verniedlichung wandelt das satirische Wochenblatt Kladderadatsch im Januar 1905 - Wilhelm wird fünfzig - die Majestät zum Majestäteken. Von der Zensur ist die Verballhornung schwer zu verbieten; ist sie doch mit einer wenn auch hinterlistigen Huldigung verschränkt. Die Wortfügung Majestäteken war allerdings schon ein paar Jahre alt. Im Jahr 1810 macht in Berlin die Gattin des reichen Berliner Seiden- und Kattunhändlers Etienne Du Titre (1734-1817), Marie Anne George du Titre (1748-1827), von sich reden. Sie veranstaltet rauschende Feste, die der seit Juli verwitwete König Friedrich Wilhelm III. (1770-1840) besucht, um sich, wie es heißt, am unverfälschten Berlinisch von Madame du Titre zu amüsieren. "Sie titulirte den König nur 'Majestäteken' und war unermüdlich, (ihm bei Tische) die besten Leckerbissen aufzunöthigen", schreibt die im Haus verkehrende Schauspielerin Karoline Bauer (1807-1877). Den Tod von Königin Luise (1776-1810) habe Madame mit überschäumendem Mitleid kommentiert: "Ja, Majestäteken, et is schlimm for Ihnen. Wer nimmt ooch jern een Witwer mit sieben Kinderkens." Ab November 1824 führt Friedrich Wilhelm eine morganatische Ehe ("zur linken Hand") mit einer Partnerin, die nicht dem Geschlecht der Hohenzollern entspross.

Geschichte des Kaiserbahnhof - Ein Ministerialrat meint: "Entweder reisen oder speisen"

Wilhelm II. lässt sich jedoch mit der Berliner respektlosen Schmeichelrede nicht hinreichend charakterisieren. Es ist ernster. Der Historiker Christopher Clark (geb. 1960) diagnostiziert die psychische Verfasstheit des Monarchen im Standardwerk "Preußen - Aufstieg und Niedergang 1600-1947" mit dem Hinweis, der Potentat sei ein "tief narzisstischer Mensch" mit krankhafter Geltungssucht gewesen. Es gibt noch drastischere Würdigungen. Man nannte ihn sogar einen "Schwächling, Feigling, brutaler Streber ... Hohlkopf und Aufschneider". Ein Ort, an dem diese frappante Charakterfärbungen nachhaltig zutage treten, ist der Kaiserbahnhof in Joachimsthal zwischen Werbellinsee und Grimnitzsee. (Seinen Namen trägt der Bahnhof erst seit 1998.) Er ist heute Endstation der Bahnstrecke Eberswalde-Joachimsthal, die man in zwanzig Minuten überwunden hat. Sein Bau in kaiserlichem Auftrag war schon im Gange, als Majestät im Oktober 1897 eine hintergründige Anfrage an den preußischen Kronrat richtete. Das Gremium behandelt die Interpellation am 14. Oktober 1897. Im Sitzungsprotokoll heißt es unter dem Punkt "Eisenbahnen": "Wilhelm II. möchte wissen, ob zu große Sparsamkeit oder technische Defekte zur neuerdings großen Anzahl der Unfälle geführt haben." Die Anfrage des Monarchen, der bekanntlich eher einen Flotten- und Marine-Faible hat, belegt, dass er ebenso gern ausgiebig auf der Schiene unterwegs ist. Ihm ist es bei der amtlichen Erkundigung um seine eigene Sicherheit zu tun. Denn einen Großteil des Jahres logiert er im kastanienbraunen Hofzug, der aus zusammengekoppelten Salonwagen besteht und im Reich sowie im Ausland unterwegs ist. Ungeachtet seiner abnormen Angst um Leib und Leben begreift sich der Kaiser als stolzer Benutzer eines solch neuartigen Salonwagenzuges und damit auch als mutigen Vertreter des technischen Fortschritts. Seine Art zu reisen ist - siehe oben - nicht unumstritten. Schlug doch ein höherer bayerischer Beamter in einem Gutachten "aus Sicherheitsgründen" vor: Man müsse "die Strecke mit hohen Plankenzäunen umgeben, denn wenn man auch die Wahnsinnigen nicht schützen könne, die ihr Leben der Dampfkraft anvertrauen, so muss man doch die Bevölkerung vor dem Anblick der mit Windeseile dahin rollenden Züge bewahren". (Zitiert nach Alexander Gleichen-Russwurm, "Die geistige Entwicklung des modernen Europa") Ein preußischer Ministerialrat konnte es sich zudem nicht vorstellen, dass in einem fahrenden Zug Mahlzeiten eingenommen werden können. Er brachte seine ablehnende Haltung auf den Punkt mit seiner Bemerkung "Entweder reisen oder speisen".

Am 1. Juli 1898 fährt der monströse Sonderzug erstmals in die aus jagdlichen Gründen gebaute Bahnstation am Werbellinsee ein, "woran sich dann schließlich der Werbelliner Forst reiht, dessen wir schon früher, als des kostbarsten Jagdgrundes der Hohenzollern, gedacht haben", vermerkt Theodor Fontane (1819-1898) in den "Wanderungen durch die Mark Brandenburg". In der Denkmalsliste wird die Station beschrieben als ein "für den repräsentativen Empfang des Kaisers gedachter Gebäudekomplex aus zwei parallel zu den Gleisen angeordneten Fachwerkbauten im Landhausstil, die Fassaden (seien) durch Giebel, Erker, Türmchen und Vorlauben aufgelockert". Die hohe Empfangshalle verfüge über ein hölzernes Tonnengewölbe. Wilhelm entsteigt an diesem Tag bei leichtem Regen dem Hofzug und stapft gemessenen Schrittes auf den Vorplatz. Auch diesmal zeigt er sich den wartenden Untertanen in einer operettenhaften Hofjagduniform mit übergeworfenem Hohenzollernmantel. Beschrieben wird diese Aufmachung einmal als "ein hochgeschlossener, doppelreihiger Rock mit langen Schößen und mit Orden geziert, am Gürtel ein Hirschfänger mit Quaste, hohe Stulpenstiefel, der Hut mit seitlich hochgeschlagenen Krempen und geschmückt mit doppeltem Birkhahnstoß (gegabelte Schwanzfedern)". Der Diplomat Harry Graf Kessler (1868-1937) schreibt ins Tagebuch: "Der Kaiser sieht im Jagdzivil unvorteilhaft aus; dick und unförmlich; er hält sich krumm, die abnorm breiten Hüften und das fast weiblich entwickelte Hinterteil fallen im Frack mehr auf als in Uniform. Das Gesicht ist gelb und müde, bis auf die kaltblitzenden grauen Augen." So zeigt sich der letzte deutsche Kaiser seinen Untertanen, von dem der Schriftsteller Kurt Tucholsky (1890-1935) meinte, er sei "das Nationalunglück Wilhelm". Und das ist keineswegs übertrieben, denn dieser Mann ist der Monarch, der mit dem Satz "Es muss denn das Schwert nun entscheiden" maßgeblich den opferreichen Ersten Weltkrieg (1914-1918) auslöste.

Majestät lassen sich vor dem Bahnhof von einem Untertanenspalier mit Lebehochs huldigen und bejauchzen. Angetreten sind der Joachimsthaler Bürgermeister Korte, Forstmeister von Hövel und Landrat von Buch und weitere Honoratioren. Wie immer bei solchen Begegnungen, bei denen das Hohenzollersche Wesen auf das plebejische Element auftrifft, muss ein argloses Kind den Monarchen mit einem eingepaukten Gedicht erfreuen. Es ist aufgeregt und versucht, als es vor ihm steht, sich so schnell als möglich des gereimten Schwulstes zu entledigen. Und legt los:

"Der Kaiser ist ein lieber Mann
er wohnet in Berlin
und wär das nicht so weit von hier
so ging ich heut noch hin.

Wisst ihr, was ich beim Kaiser wollt?
Ich gäb ihm eine Hand
und brächt das schönste Blümchen ihm
das ich im Garten fand,

und sagte dann: In treuer Lieb
bringt ich das Blümchen dir.
Und dann lief ich geschwinde fort
so wär ich wieder hier."

Fein gemacht, sagt der Kaiser zu dem Kind, "Gehst du denn auch schon beten?" Das Kind hört die Frage schon nicht mehr. Es läuft schnurstracks ins Spalier zurück. Die Gattinnen der Lokalgrößen sind von der herunter gerasselten Rezitation bewegt und betupfen mit Spitzentüchern die Augen, in die Tränen einer patriotischen Rührung geschossen waren.

Kaiser Wilhelm muss einarmig schießen

Rotwild in der Schorfheide
Rotwild in der Schorfheide (Aufnahme im Wildpark Schorfheide) - Foto: © -wn-

Mit dem Kaiser, der nun mit einem Pferdegespann zur Jagdresidenz Hubertusstock nahe dem jenseitigen Werbellin-Ufer aufbricht, ist auch sein Büchsenspanner Josef Rolling angereist. "Diese Function oder Charge und Hofbedienung besorget ein ansehnlicher, höflicher, vernünftiger und bescheidener Jagdbediente und Jäger" heißt es in seiner dienstlichen Anweisung. Die Potentaten brauchen solche Bedienstete, um das "Leibgewehr sauber und reinlichen zu halten und Pulver, Blei und Stein zu verwahren ...". 24 Jahre lange ist der Domestik während der Jagd wie ein Personenschützer immer hinter Wilhelm, um nach jedem Abdrücken die Waffe für den nächsten Todesschuss vorzubereiten. Das kann der Kaiser selbst nicht. Er hat einen verkrüppelten und verkürzten linken Arm. Trotz des Handicaps gilt er als treffsicherer Schütze. In seiner Umgebung heißt es: Ja, der Kaiser, der kann sogar einarmig gut schießen. Keine Kunst, wenn das Wild fast vor ihm steht und seine Hinrichtung förmlich erwartet. Ist das Ziel weiter entfernt, legt der Kaiser die Waffe auf die Schulter des Jagdlakaien. Ob der Mann am Schluss seines Arbeitslebens noch gut hören konnte, bleibt unbekannt. Beim Niederknallen des wehrlosen Wildes hält Wilhelm II. in der Reihe der schießenden Potentaten in der Schorfheide vom Friedrich I. (1657-1713) bis zum Duzendjäger Erich Honecker (1912-1994) einen vorderen Platz. Bis zu seinem politischen Ende im Jahre 1918 schießt er 78330 Stück Wild (einschließlich Niederwild), davon 2133 Rothirsche. Allein in einer ausgewählten Zeit vom 19. bis 23. September 1898 bringt er in der Schorfheide 36 ihm in nächste Nähe zugetriebene Hirsche um. Für jedes niedergestreckte Tier habe er weniger als fünf Minuten gebraucht. Das alte Wilderer-Lied trifft hier zu:

"Das Jagen, das ist ja mein Leben
Dem tu ich mich gänzlich ergeben in dem Wald.

Meine Stutzerl muss knallen,
das Hirschlein muss fallen mit Pulver und Blei.
Im Wald sind wir frei."

Das preußische Jagdunwesen wurde allerdings selbst in der Umgebung des Kaisers kritisch gesehen. Wilhelms Vertrauter Philipp Friedrich Alexander Fürst zu Eulenburg und Hertefeld (1847-1921) schrieb über den Jagdfrevel in sein Tagebuch: "Die Jagd war ... entsetzlich. Dieses Niederknallen des armen wehrlosen Wildes, das sich nicht einmal durch die Flucht der Unannehmlichkeit entziehen kann, totgeschossen zu werden, ist keine königliche Lustbarkeit. Seltsamerweise hat niemand an einem Hofe ein Gefühl dafür, dass es zu dem Glanz eines Königs nicht unbedingt gehört, armes Wild in eine runde große Umzäumung zu treiben, in deren Mitte in einem kleinen Kreis die Schützen aufgestellt sind, die nun solange auf das arme, atemlos und verzweifelt immer an dem äußeren Zaun entlang rasende Wild schießen, bis alles tot ist oder sich todwund hereinschleppt, bis ihm am Schluss der Jagd der Fang(schuss) gegeben wird." (Zitiert nach Andreas Gautschi "Wilhelm der II. und das Waidwerk") Auch der Heidedichter und Jäger Hermann Löns (1866-1914) findet missbilligende Worte angesichts der unweidmännischen Orgien. In seinem Buch "Kraut und Lot" schreibt er 1911: "Heute befinden wir uns im zwanzigsten Jahrhundert; der (modern ausgerüstete) Überjäger ist erst im Entstehen und bildet sich wer weiß was ein, wenn er in irgendeiner Zuckerrübengegend mit seiner Browning und zwei Büchsenspannern zweihundert Hasen vom Leben zum Tode bringt."

Am 29. Oktober 1918 kommt für Wilhelm das Halali "Jagd-vorbei". Er fährt an diesem Tag in Kriegsangelegenheiten nichtsahnend zur deutschen Heeresleitung nach Spa in Belgien und erfährt dort überrascht, dass er bereits "zurückgetreten ist". Alles ist aus. Die Amtsenthebung gestaltet sich zügiger als sie beim Bruder im Geiste Donald John Trump (geb. 1946) - Stand Juni 2017 - möglich ist. Ohne noch einmal deutschen Boden zu betreten, verlässt er die deutsche "Schweinebande" und fährt beleidigt auf direktem Wege ins holländische Doorn. In 59 Waggons hatte man ihm Möbel, Gemälde, Porzellan und Silber dorthin nachgeschickt.

Adresse des Kaiserbahnhof Joachimsthal

Stadt Joachimsthal
Bahnhof Werbellinsee 2
16247 Joachimsthal
Tel: 033 361/ 64 646

Verkehrsinformation

Zum Kaiserbahnhof fährt man vom Berliner Hauptbahnhof bis Eberswalde und steigt dort in den Zug nach Joachimsthal um.
Mit dem Auto nutzen Sie am besten die A11 bis Chorin und fahren dann weiter auf der L23.

Öffnungszeiten des Kaiserbahnhof Joachimsthal

Juni - August:
Freitag bis Sonntag und Feiertags 11:00 Uhr - 16:00 Uhr
In der Hörspielzeit bis 18:00 Uhr

September - 3. Oktober
11:00 Uhr - 15:00 Uhr

Der Bahnhof wird regelmäßig für verschiedene Kulturangebote genutzt, beispielsweise seit 2006 als "Erster Hörspielbahnhof Deutschlands". Desweiteren steht der Kaiserbahnhof auch für Hochzeiten zur Verfügung.
Text: -wn- / Stand: 28.11.2017

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