Sehenswürdigkeiten im Landkreis Barnim
Text: A. W. (Familienberaterin) / Letzte Aktualisierung: 13.04.2026
Sehenswertes im Landkreis Barnim
Der Landkreis Barnim erstreckt sich nordöstlich von Berlin bis an die polnische Grenze und hat dichte Wälder, klare Seen und eine lange Siedlungsgeschichte. Zwischen der Schorfheide im Norden und dem Berliner Stadtrand im Süden finden sich Klöster, Schlösser, technische Denkmäler und Naturmonumente, die den Barnim zu einer lohnenden Region für Tagesausflüge und längere Aufenthalte machen. Im Folgenden stellen wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Landkreis vor.
Der Zoo Eberswalde gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen im Landkreis Barnim.
Bekannte Sehenswürdigkeiten im Landkreis Barnim
Das Kloster Chorin zählt zu den bedeutendsten Bauwerken norddeutscher Backsteingotik. Die 1258 gegründete Zisterzienserabtei liegt eingebettet in eine Wald- und Seenlandschaft am Amtssee und kann ganzjährig besichtigt werden. Im Sommer findet hier der Choriner Musiksommer statt, eines der bekanntesten Klassikfestivals in Brandenburg.
Der Kaiserbahnhof bei Joachimsthal wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Empfangsgebäude für Kaiser Wilhelm II. errichtet, der in der nahen Schorfheide zur Jagd ging. Heute beherbergt das restaurierte Gebäude eine Ausstellung zur Geschichte des Bahnhofs, und es finden regelmäßig Lesungen und Kulturveranstaltungen statt.
Das Jagdschloß Groß Schönebeck in der Gemeinde Schorfheide zeigt die Dauerausstellung "Jagd und Macht", die die Geschichte der herrschaftlichen Jagd von der Renaissance bis in die jüngere Vergangenheit dokumentiert. Die Museumsscheune auf dem Gelände wird derzeit umgestaltet und soll im Sommer 2026 neu eröffnen. Neben dem Museum lädt der Schlosspark zu einem Spaziergang ein.
Das Schiffshebewerk Niederfinow nahe Eberswalde ist ein technisches Denkmal von überregionaler Bedeutung und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Landkreis Barnim. Das alte Hebewerk aus dem Jahr 1934 war jahrzehntelang das größte seiner Art in Deutschland. Seit 2022 ist direkt daneben ein moderner Neubau in Betrieb. Beide Bauwerke können im Rahmen von Führungen besichtigt werden - auch von außen ist es ein beeindruckendes Schauspiel, wenn die Schiffe in der Wanne 36 Meter Höhenunterschied überwinden.
Sehenswerte Feldsteinbauten in der Region
Im benachbarten Landkreis Märkisch-Oderland verläuft die rund 41 Kilometer lange Oberbarnimer Feldsteinroute. Der Wander- und Radweg führt von Strausberg über Klosterdorf, Prädikow, Bollersdorf und Grunow durch die Märkische Schweiz. Am Wegesrand stehen Feldsteinkirchen, deren Wände aus eiszeitlichen Findlingen gemauert wurden, dazu Speicher, Brücken und Denkmäler. Die Route wurde 2012 eröffnet und macht die jahrhundertealte Bautradition mit Findlingen aus der Weichsel-Eiszeit erlebbar.
Askanierturm am Werbellinsee
Am Südwestufer des Werbellinsees steht auf dem Schlossberg der zwölf Meter hohe Askanierturm. Er wurde 1879 an der Stelle errichtet, an der einst die askanische Burg Werbellin gestanden haben soll - erbaut vermutlich zwischen 1211 und 1215 unter Markgraf Albrecht II. Der runde Feldsteinturm mit Zinnenkrone steht seit 1974 unter Denkmalschutz und wurde 1991 von Eberswalder Forstleuten und Heimatfreunden saniert. Er ist ganzjährig zugänglich und liegt direkt am Berlin-Usedom-Radweg, was ihn zu einem beliebten Zwischenstopp für Radfahrer macht.
Denkmalensemble Glambeck
Das kleine Walddorf Glambeck in der Gemeinde Friedrichswalde vereint gleich mehrere Sehenswürdigkeiten auf engem Raum. Im Mittelpunkt steht die Fachwerkkirche aus dem Jahr 1708, die nach dem Dreißigjährigen Krieg als Ersatz für den zerstörten Vorgängerbau errichtet wurde. Dazu gehören ein historischer Eiskeller, in dem heute Fledermäuse überwintern, ein Taubenturm sowie ein Gutspark zwischen Rittersitz- und Schlossruine. Der Verein Denkmale Glambeck pflegt das Ensemble und veranstaltet regelmäßig Konzerte, darunter die bekannten "Glambecker Claviermusiken".
Naturmonumente und Ökodorf Brodowin
Im Barnim stehen auch bemerkenswerte Naturdenkmäler. Die Börnicker Pappel bei Bernau und die Alte Ulme in Ladeburg zählen zu den ältesten und markantesten Bäumen der Region.
Einen Besuch wert ist auch das Ökodorf Brodowin im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Das Dorf der sieben Seen setzt seit über 25 Jahren auf ökologische Landwirtschaft. Drei Demeter-Betriebe bewirtschaften hier ihre Höfe, darunter der große Betrieb "Ökodorf Brodowin" mit Hofladen und Café. Sehenswert ist auch die restaurierte Dorfkirche aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
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