Biosphärenreservat Spreewald

Biosphärenreservat Spreewald
Das Biosphärenreservat Spreewald ist wunderschön - Foto: © Henry Czauderna

Biosphärenreservat Spreewald - Wasserreiches Kleinod im Osten Deutschlands

Das Biosphärenreservat Spreewald befindet sich rund einhundert Kilometer östlich von Berlin fast an der Grenze zu Polen. Das rund 480 Quadratkilometer große Gebiet steht unter der Schirmherrschaft der UNESCO und zeichnet sich durch ein 1575 Kilometer langes Wassernetz aus. Dieses besteht sowohl aus natürlichen Wasserläufen der Spree als auch aus künstlich angelegten Kanälen. Außerdem finden sich innerhalb des Gebiets ursprüngliche Niederungswälder mit zahlreichen Tierarten sowie die für den Spreewald typischen Feuchtwiesen.

Aktiv auf dem Wasser und zu Lande

Urlaub im Spreewald ist besonders für naturverbundene Menschen zu empfehlen, die sich bewegen. Am besten bewegt man sich durch das Biosphärenreservat per Kanu oder Kajak auf einem der zahlreichen Wasserfließe. (Kanufahren im Spreewald) Vom Boot aus können an den Ufern viele Tierarten beobachtet werden. Die ruhig fließenden Gewässer erlauben es zudem, die Seele baumeln zu lassen. Wasserfreunde, die nicht selbst rudern oder paddeln möchten, werden durch einen der erfahrenen Bootsmänner auf einem typischen Spreewaldkahn durch die Fließe gestakt und können dabei viel Wissenswertes über die Region erfahren. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad geht es zum Beispiel über den Europawanderweg E10 oder auf rund 1.000 Kilometer ausgebauten Radwegen entlang der Fließe, durch Wälder und vorbei an Wiesen, Gärten und lauschigen Dörfern. Viel zu sehen gibt es beispielsweise auf dem Gurkenradweg, der unter anderem durch die sehenswerten Orte Lübben, Lübbenau, Vetschau, Burg, Straupitz und Schlepzig führt.

Erholung am und im Wasser

In vielen Gewässern des Biosphärenreservats Spreewald ist das Schwimmen zwar nicht möglich, die Badefreuden kommen hier aber dennoch nicht zu kurz. Es gibt nämlich einige Freibäder sowie mehrere Badeseen mit ausgezeichneter Wasserqualität und schönen Stränden, wie zum Beispiel den Hindenberger See bei Lübbenau, den Groß Leuthener See bei Schlepzig und den Byhleguhrer See in der Nähe von Straupitz. Freibäder findet man in Calau, Altdöbern und Vetschau. An kühlen und regnerischen Tagen laden indessen die Spreewald-Therme in Burg und die Spreewelten in Lübbenau zum Baden in warmem Solewasser, zum Saunieren und zu vielen Wellness-Angeboten ein. Besonders Kinder werden Gefallen an einem Bad im Außenbecken der Spreewelten haben. Denn wo sonst kann man fast hautnah mit Pinguinen schwimmen? Beliebt ist der Spreewald auch bei Anglern, denn die Gewässer zeichnen sich durch ihren großen Fischreichtum aus. Wer nicht in einem der Fließe angeln möchte, fährt ins Teichland Peitz, um dort in bewirtschafteten Angelteichen beispielsweise Zander, Hechte oder Welse zu fangen.

Geschichte und Architektur des Spreewalds erkunden

Langeweile kommt im Spreewald auch für geschichts- und kulturbegeisterte Besucher nicht auf, denn diese finden hier zahlreiche Sehenswürdigkeiten aus der langen Geschichte der Region. Wie es sich früher hier lebte, erfährt man im Museumsdorf Lehde, in der Streusiedlung sowie der Heimatstube Burg, im Spreewald-Museum in Lübbenau oder im Spreewalddorf Leipe. In der Nähe von Burg lohnt sich zudem ein Aufstieg auf den Bismarckturm auf dem Schlossberg, von dessen Aussichtsplattform die Spreewaldlandschaft bestens überblickt werden kann. Auf den Spuren des Adels wandeln Besucher der Schlösser Lübbenau, Lübben, Branitz und Vetschau. Sakrale Architektur und Kunst bewundert man beim Besichtigen der Schinkelkirche in Straupitz, der wendisch-deutschen Doppelkirche in Vetschau und der Hallenkirche aus spätgotischer Zeit in Lübben, die nach dem Theologen und Kirchenlieddichter Paul Gerhardt benannt wurde.
Text: H. J. / Stand: 19.06.2018

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