Grunewald in Berlin

Grunewald in Berlin
Der Grunewald in Berlin lädt zum Erholen ein - Beispielfoto: © Tkni

Der Grunewald Forst in Berlin ist ein beliebtes Ausflugsziel. Wir stellen Ihnen hier Sehenswertes im Grunewald vor. Denn der Wald bietet für jeden etwas!

Sehenswertes im Grunewald - Die grüne Lunge Berlins

Er ist Berlins größtes Erholungsgebiet: Der stolze 3.000 Hektar umfassende Grunewald erstreckt sich bis ins Nachbarbundesland und geht in die Havelseen über. Im Berliner Südwesten lockt der Park zu jeder Jahreszeit Jogger, Skater, Radler und insbesondere Spaziergänger und Hundebesitzer an. Auch Badelustige schätzen die grüne Lunge mit ihrer Seenkette, zu der der Hundekehle-, der Grunewald- und der Schlachtensee, die Krumme Lanke und das Lange Luch gehören.

Flora und Fauna des Grunewald

Im Grunewald kann man schnell vergessen, dass man sich inmitten einer Millionenstadt befindet. Zu beiden Seiten wird die grüne Zone von Wasser eingerahmt, im Westen von der Havel und im Osten von der Seenkette. Dazwischen erstreckt sich das Forstgebiet, welches für seine Artenvielfalt mit mehreren Auszeichnungen bedacht wurde. Teile des Waldes mit seinem sandigen Boden, uralten Eichen und Heideflächen sind als Flora-Fauna-Habitat ausgewiesen. Zudem gilt der Grunewald als Vogelschutzgebiet. Mit etwas Glück kann man auch einige Wildtiere erspähen.
Besuchen Sie auch die Schlangengrube im Grunewald

Der Grunewald für Radler

Wer mit dem Drahtesel unterwegs ist, kann beispielsweise entlang der Havel entlangstrampeln und trifft unterwegs immer wieder auf hübsch gelegene Wirtshäuser und Badestellen. Oder man radelt im Osten des Grunewalds und startet vom S-Bahnhof Grunewald. Von dort aus kann man an der gesamten Seenkette entlang bis zum S-Bahnhof Nikolassee fahren. Im Süden führt eine Straße auf die Insel Schwanenwerder, deren Ufer aber nicht zugänglich sind. Schon am Übergang zum Großen Wannsee lockt das Strandbad Wannsee, das größte Binnensee-Strandbad Europas.

Hundeauslaufgebiete im Grunewald

Wer mit seinem Vierbeiner unterwegs ist und schnell mit anderen Hundebesitzern ins Gespräch kommen will, geht am besten zum Grunewaldsee. Nicht-Hundebesitzer fühlen sich hier schon fast sinnlos und einsam. Ganze Heerscharen von Vierbeinern wedeln hier um die Würstchenbuden, rennen Stöckchen hinterher oder toben am "Hundestrand" im kühlen Nass.

Grunewaldturm in Berlin
Der Grunewaldturm ist ein beliebtes Ausflugsziel
Foto: © -wn-

Der Grunewaldturm ist ein beliebtes Ausflugsziel

Beliebte Ausflugsziele für Wanderer und Radler sind der Grunewaldturm auf dem Karlsberg und der Teufelsberg, knapp 120 Meter hoch, unter dem sich der aufgeschichtet Trümmerschutt der im Krieg zerstörten Gebäude verbirgt. Der Teufelsberg am nördlichen Rand des Grunewalds ist nach dem Großen Müggelberg die zweitgrößte Erhebung Berlins. Von hier aus kann man auch einen schönen Ausblick über den Grunewald und die Havel genießen. Besonders Mountainbiker lieben den Teufelsberg, vor allem wegen den Down-Hills-Trails. Bei günstigen Windverhältnissen treffen sich hier auch Drachen- und Gleitschirmflieger zum Üben. Ganz oben auf dem Berg thronen weithin sichtbar die Radarkuppeln der alten, mittlerweile halb verfallenen Abhörstation der Amerikaner. Seit 2011 kann man sogar an geführten Touren zu der historischen Spionage-Station teilnehmen.

Die Halbinsel Schildhorn

Ein markanter Ort im Grunewald ist auch die Halbinsel Schildhorn mit einem Denkmal des Slawenherzogs Jaczo. Er soll hier Schild und Horn an einen Baum gehängt haben und zum Christentum konvertiert sein. Unweit vom Restaurant Schildhorn liegt außerdem einer der schönsten Friedhöfe Berlins. Hier wurden im ausgehenden 19. Jahrhundert die am Havelufer angeschwemmten Wasserleichen, meist Selbstmörder, beerdigt.

Das Jagdschloss Grunewald

Auch das Jagdschloss Grunewald, welches im 16. Jahrhundert als malerisches Renaissanceschloss "zum gruenen Wald" errichtet, später aber barock überformt worden ist, ist einen Besuch wert. Hier hatte die höfische Jagd seit 1542 Tradition. Heute ist ins Jagdschloss die Kunst eingezogen. Neben Möbeln und Porzellanen gibt es hier eine Sammlung von über zweihundert Gemälden deutscher und niederländischer Maler des 15. bis 19. Jahrhunderts zu sehen.
Text: ak / Stand: 04.11.2017

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