Naturschutzgebiet "Sandgrube im Grunewald"

Redakteurin: K. F. / Zuletzt aktualisiert: 13.06.2019

Die Sandgrube im Grunewald
Die Sandgrube im Grunewald - Foto: © RCphoto - stock.adobe.com

Die Sandgrube im Grunewald ist ein beliebtes Ausflugsziel für Kindergruppen und Familien. Auf Schautefeln wird über die Entstehungsgeschichte und die lokale Pflanzen- und Tierwelt informiert und im Zentrum gibt es einen Sandberg zum Spielen!

Schlangengrube im Grunewald

Berlin ist eine erstaunlich grüne Stadt und fast 20 Prozent der Fläche sind Landschafts- oder Naturschutzgebiete. Eines der interessantesten Naturschutzgebiete (NSG) ist die Sandgrube im Jagen 86 des Grunewaldes.

Die wichtigsten Infos:

Anfahrt:
S-Bahn: S7 bis Grunewald
Bus: M19, 186, 349 bis S Grunewald

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Die Schlangengrube im Grunewald - Ein Abenteuer für Kids

An dieser Stelle, zwischen Teufelssee und Avus gelegen, wurde seit den Nachkriegsjahren und bis 1983 der märkische Sand abgebaut. Zurück blieb ein gigantisches Loch, welches über die Jahre hinweg von der Natur zurück erobert werden konnte. Viele seltene Tier- und Pflanzenarten siedelten sich an, und so wurde das Gelände schon bald dem Naturschutz überstellt. Das war nötig, um das Biotop auf Dauer erhalten zu können.

Im Naturschutzgebiet "Sandgrube im Grunewald"

Der 13,5ha große Grund der fast quadratischen, 30 Meter tiefen Grube ist über drei Zugänge zu erreichen: die Nord- und die Südrampe, zwei Überbleibsel aus der Zeit des Sandabbaus, sowie über eine neue Treppe am Schildhornweg. Fast die gesamte Böschung der Sandgrube ist zum Schutz der Fauna und Flora gesperrt, ebenso wie der feuchte Teil der Landschaft in der Grube. Dort, wo die Vegetation auf Grund der Bodenbeschaffenheit nur spärlich ist, dürfen die Besucher das NSG betreten. Hier gibt es Magergraswiesen, die zu vielfältigem Spiel einladen sowie eine gigantische Düne. Aufgrund dieser einzigartigen Sanddüne im zugänglichen Teil gehört dieses NSG zu den Favoriten der Kinder. Nirgendwo sonst in Berlin gibt es einen solchen Berg aus Sand. Der Hang lädt zum Runterrollen ein. Es können Burgen und Höhlen gebaut, Expeditionen vom Berg zum nahe gelegenen Tümpel unternommen oder einfach nur ein tolles Picknick veranstaltet werden.

In der Schlangengrube im Grunewald gibt es für Kinder viel zu entdecken

Kleine Naturforscher können in der Grube mehr als 300 Pflanzen entdecken, und im Tümpel mit seiner einzigartigen Unterwasserflora leben zahlreiche Reptilien und Amphibien. Mit etwas Ruhe und Glück lassen sich Kaulquappen, Frösche und paarende Libellen beobachten. Ein weiterer Bewohner des Tümpels ist die Ringelnatter, die einzige im Grunewald vorkommende Schlange. Ausgewachsene Exemplare der ungiftigen und für den Menschen ungefährlichen Schlange werden bis zu 1,30 m lang. Auch Reiher und andere Vögel lassen sich sehen, und wer die richtigen Stellen kennt, wird mit dem Anblick einer der großen grünen Smaragdeidechsen belohnt.

Wie in allen Naturschutzgebieten sollten die Besucher sehr viel Rücksicht nehmen, keinen Müll zurücklassen, auf Feuer verzichten und die gesperrten Areale respektieren. Über die Regeln als auch über die Lebensweisen der Bewohner der Sandgrube informieren einige Schautafeln, die entlang des NSG aufgestellt sind. Zu erreichen ist die Grube am bequemsten entweder über das Ökowerk am Teufelssee oder über den Schildhornweg von der S-Bahn Station Grunewald aus.
Alle Angaben ohne Gewähr!

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