Dorfkirche Lichtenrade

Text: R. H. (Journalistin aus Berlin) / Letzte Aktualisierung: 19.06.2021

Blick auf die Dorfkirche Lichtenrade
Die Dorfkirche Lichtenrade am Giebelpfuhl - Foto © Mickis Fotowelt - stock.adobe. com

Die Dorfkirche Lichtenrade liegt idyllisch am Giebelpfuhl auf dem ehemaligen Dorfanger. Das Dorf wurde 1230 gegründet und erhielt damals wahrscheinlich eine Holzkirche.

Die Dorfkirche Lichtenrade und ihre Umgebung

Ein alter Mann sitzt mit seinem Dobermann auf einer Bank und schaut auf das kleine Idyll das sich ihm bietet. Eine ältere Frau geht mit ihrer etwa 14- jährigen Enkeltochter spazieren, zeigt auf den Giebelpfuhl und erzählt ihrer Enkeltochter, wie sie als junges Mädchen im Winter dort Schlittschuh gelaufen ist. Ganz im Süden Berlins, im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, liegt der Ortsteil Lichtenrade - der südlichste Ortsteil im Bezirk. Heute ist Lichtenrade ein moderner Vorort Berlins, doch lange Zeit war Lichtenrade ein einfaches Dorf. Ein Dorf, dessen Kern um die Dorfkirche liegt. Straßen aus Kopfsteinpflaster und alte Häuser - die Gegend um die Dorfkirche Lichtenrade wirkt gemütlich. Eines der sehenwerten Gebäude ist das ehemalige Haus der freiwilligen Feuerwehr in der Dorfstraße, das um 1910 eröffnet wurde. 1986 zog die Freiwillige Feuerwehr in das neue Domizil "Im Domstift 22".

Infos für Ihren Besuch

Adresse:
Dorfkirche Lichtenrade
Alt-Lichtenrade 109
12309 Berlin
Tel: 030/ 74 68 89 40

Anfahrt:
S-Bahn: S2 bis Schichauweg
Bus: 175 bis Bornhagenweg

Öffnungszeiten der Dorfkirche Lichtenrade:
Gottesdienste: Sonntags 09:30 Uhr

Haltestelle Gott: Dienstags 18:00 Uhr

Nachteulen: 3. Freitag im Monat 20:00 Uhr

Veranstaltungen:
Derzeit leider keine Informationen.

Die Dorfkirche Lichtenrade ist eine der weniger bekannten Sehenswürdigkeiten in Berlin, aber durchaus einen Besuch wert.

Geschichte der Dorfkirche Lichtenrade

1375 wurde Lichtenrade erstmals erwähnt, um diese Zeit entstand auch die Dorfkirche Lichtenrade. Das Gebäude ist ein rechteckiger Saalbau, der wie die Dorfkirche Mariendorf und die Dorfkirche Marienfelde aus Feldsteinen besteht. Die Spitzbogenfenster wurden 1769 zugemauert. Der erste Turm wurde 1810 abgetragen, weil Einsturzgefahr bestand. Erst 1902 bekam die Kirche einen neuen Turm, der im Gegensatz zum Alten, auch aus Feldsteinen bestand. Dieser wurde jedoch im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1949 durch ein einfaches, aber auffallendes Satteldach ersetzt. Wie auch in Mariendorf und Marienfelde umgibt ein kleiner Friedhof die Dorfkirche Lichtenrade. Die Dorfkirche liegt am Giebelpfuhl. Der Giebelpfuhl ist übrigens der größte Dorfteich Berlins! Jedes Jahr am ersten Adventssonntag findet ein Lichtermarkt - der Groß und Klein verzaubert - um die Dorfkirche und den Giebelpfuhl statt.

Rund um die Dorfkirche

Im Volkspark Lichtenrade vergnügen sich die Lichtenrader in ihrer Freizeit. Der Volkspark ist noch relativ jung. Er wurde erst 1979 angelegt, um den Einwohnern von Lichtenrade Ost, wo seit den 70er Jahren ständig neue Hochhäuser gebaut wurden, etwas Grün zu spendieren. Er wird von Ehrenamtlichen geleitet, den Mitgliedern des Trägervereins Lichtenrade Volkspark e.V.

Die Straße Im Domstift führt auf die Bahnhofsstraße - Lichtenrades Haupteinkaufstraße. Ein Einkaufszentrum gibt es nicht, dafür verschiedene kleine Läden, Banken, Supermärkte, Friseure und Ärzte. Mehrmals im Jahr finden in der Bahnhofsstraße Veranstaltungen statt, wie der Weihnachtsmarkt oder das Wein- und Winzerfest. Die Bahnhofstraße führt natürlich (wie der Name schon sagt) zum S-Bahnhof Lichtenrade. Vor der Wiedervereinigung endete hier die S-Bahn. Jetzt fährt sie ins Umland nach Blankenfelde. Ganz in der Nähe und nicht zu übersehen ist die Mälzerei, wo für viele Jahre Malz erzeugt wurde. Das Gebäude wurde 1897-1899 erbaut. Wer vom S-Bahnhof Lichtenrade die Hilbertstraße entlanggeht und dann in die Lortzingstraße einbiegt, stößt bald auf ein Waldgebiet. Früher stoppte die Mauer unsanft die Spaziergänger. Doch heute herrscht auf dem ehemaligen Mauerstreifen grenzenlose Freiheit. Endlose Kilometer laden zum Wandern und Radfahren ein. Auf dem sogenannten Berliner Mauerweg stehen in Abständen auch Mauerstücke und Informationstafeln, die den Spaziergang oder die Radtour zur Geschichtsstunde machen.

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