Naturpark Dahme-Heideseen

Naturpark Dahme-Heideseen in Brandenburg
Viel Wald im Naturpark Dahme-Heideseen - Symbolbild: © Tkni

Naturpark Dahme-Heideseen: Das Land der 100 Seen

Das rund 590 Quadratkilometer umfassende Großschutzgebiet gehört zu den schönsten Wassersportrevieren nahe Berlins.Doch auch Wanderer, Reiter und Radfahrer finden in dem etwa 30 Kilometer südöstlich der Hauptstadt gelegenen Naturpark Dahme-Heideseen ein gut ausgebautes Wegenetz vor. Von Teupitz im Westen bis Kossenblatt im Osten und von der Friedersdorfer Heide im Norden bis an den Neuendorfer See im Süden beeindruckt das Gebiet mit seiner Vielfalt der Landschaft: Hier erstrecken sich über 100 Seen, bewaldete Talsandebenen, Bruchwälder, Moore, Dünen und markante Endmoränenerhebungen. Und Kulturinteressierte werden mit idyllischen Dorfangern, schönen Kirchen sowie historischen Guts- und Herrenhäusern belohnt.
Ein beliebtes Ausflugsziel ist die Seenkette bei Groß Schauen, die aus aus dem Schaplowsee, dem Groß Schauener See, dem Großen Wochowsee, dem Selchower See, dem Schweriner See und dem Bugker See besteht. Die Ufer- und Verlandungszonen der sich fast nahtlos aneinanderreihenden Seen bieten vielen, teilweise bedrohten Tier- und Pflanzenarten einen geschützten Lebensraum. Hier kann man noch seltene Wasservögel wie Rohrdommel, Fisch- und Seeadler aber auch Wildgänse beobachten.

Sehenswertes im Naturpark Dahme-Heideseen

  • Blocksberg-Stein in Schwenow
  • Eichenhalle im Revier Dubrow
  • Märchenwald Dornswalde
  • Rosskastanie in Bestensee
  • Wildkeller Dubrow
  • Wurzelkiefer in Wolzig

Wandern im Naturpark Dahme-Heideseen

Einen Besuch wert ist in Groß Schauen vor allem die Erlebniswelt Fischerei Köllnitz, die beim Fischfang naturverträglich und nachhaltig vorgeht. Die frisch gefangenen Zander, Aale und Schleien gibt's zur Verkostung im Restaurant vor Ort - oder für zu Hause an einem Verkaufsstand. Zum Komplex der Fischerei gehört übrigens ein interessantes Museum, das über Fischerei und Naturschutz informiert. Auf dem Fischereigelände hat sich außerdem das Heinz Sielmann Informationszentrum niedergelassen, wo die Besucher unter anderem in verschiedenen Aquarien einen Einblick in die Unterwasserwelt der Groß Schauener Seenkette erhalten und erfahren, welche Fischarten in den Gewässern leben.
Zu der "Märkischen Fischstraße", wie die Fischereien und Fischgaststätten im Land Brandenburg genannt werden, gehören im Naturpark Dahme-Heideseen neben der Fischerei Köllnitz der fast nebenan gelegene Aalhof Gödicke, der Märkische Anglerhof in Bestensee und das Fisch-Haus am Kleinen Glubigksee in Wendisch Rietz.

Wälder zum Wandern und Moore im Naturpark Dahme-Heideseen

Naturliebhaber kommen jedoch auch außerhalb der großen Seengebiete auf ihre Kosten. Geprägt ist der Naturpark, eine wahre "Streusandbüchse", neben viel Gewässer von kargen Talsand- und Dünengebieten, alten, knorrigen Traubeneichen, Flechten-Kiefernwäldern und Sandtrockenrasen. Hier sind in erster Linie wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten wie Schlingnatter, Wolfsmilchschwärmer, die Grasnelke und nicht zuletzt der Walker, ein maikäferartiger Blatthornkäfer und das "Wappen"-Tier des Naturparks, Zuhause.
In den großen Wäldern erstrecken sich darüber hinaus ausgedehnte Moorgebiete mit ihrer charakteristischen Pflanzenwelt der Torfmoose, Wollgräser, Moor-Rhododendron und Zwergsträucher. Auf den Feucht- und Frischwiesen kann man diverseste bunte Wiesenblumen, Orchideen wie das Breitblättrige Knabenkraut, aber auch Kümmel-Silge und Pracht-Nelke bestaunen. Eine Besonderheit sind außerdem die Luchgebiete zwischen Kolberg und Storkow. Hier steigt Salzwasser durch Spalten im Untergrund bis an die Erdoberfläche auf, wo seltene Pflanzenarten wie der Strand-Dreizack, die Salzbinse und das Salzmilchkraut sprießen. Text: A. K. / Stand: 19.06.2018

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