Naturpark Schlaubetal

Naturpark Schlaubetal in Brandenburg
Eingang zum Naturpark Schlaubetal - Foto: © Tkni

Naturpark Schlaubetal: Ostbrandenburgs schönstes Bachtal

Jahrzehntelang wurde es als Truppenübungsplatz genutzt, heute ist es ein echtes Wanderparadies: Das Schlaubetal mit seinen idyllisch gelegenen Seen, Mooren, Wäldern und ausgedehnten Heideflächen ist rund eine Autostunde südöstlich von Berlin gelegen und erstreckt sich von Müllrose im Norden bis vor das Braunkohlengebiet von Jänschwalde im Süden.

Sehenswertes im Naturpark Schlaubetal

  • Wirchensee
  • Mühlen im Schlaubetal
  • Heidelehrpfad
  • Lehrpfad am Planfließ
Wandern im Naturpark Schlaubetal
Im Naturpark Schlaubetal gibt es viele schöne Wanderwege.
Foto © Tkni

Beste Reisezeit fürs Schlaubetal

Die beste Reisezeit für einen Besuch des schönsten Bachtals Ostbrandenburgs ist zum einen der Mai, denn dann sind die Heideflächen des Schlaubetals über und über von gelber Besenginsterblüte bedeckt. Im September ist es hingegen die lilafarbene Heidekrautblüte, die das Landschaftsbild prägt und einen stark an das herrliche Panorama der Lüneburger Heide erinnert. Doch auch wer außerhalb dieser Zeiten das während der Weicheleiszeit entstandene Schlaubetal auf einem der vielen ausgewiesenen Naturlehrpfade erwandert oder erradelt, hat immer noch genug zu sehen.

Wandern im Naturpark Schlaubetal - Spaß für Naturfreunde

Man braucht nur der Schlaube zu folgen, deren etwa 20 Kilometer langer Lauf reichlich Abwechslung bringt: so schlängelt sich der Bach zuerst wie ein Mittelgebirgsbach durch ein schluchtiges, waldiges Kerbtal. Im Unterlauf hingegen zieht sich die Schlaube durch eine eher von Seen, Teichen und Mooren gekennzeichnete Wiesenlandschaft. Außerdem ist der Naturpark Lebensraum für viele Tierarten, darunter über 700 Großschmetterlingsarten, über 50 Libellenarten und rund 200 Brutvogelarten. Viele vom Aussterben bedrohte Arten kann man hier noch aufspüren: den See-, Fisch- oder Schreiadler, den Schwarzstorch, den Wiedehopf, die Smaragdeidechse, den Laubfrosch, die Fischotter und den Hirschkäfer.

Kultur im Schlaubetal

Auch kulturell kann man im Schlaubetal auf Erkundungstour gehen. Highlight ist der 1997 auf einer ca. vier Hektar großen Wiese nahe Henzendorf errichtete Findlingspark. Hier wurden eine Unzahl von Steinen mit Symbolen, Figuren und Schriften aufgestellt, darunter Steine mit hethitischen Motiven, germanischen Runen und keltischen Motiven. Ziel war es, 2000 Jahre Zeitgeschichte künstlerisch ausgedrückt aneinanderzureihen. Geschaffen wurden die Steinmetzarbeiten u.a. von den polnischen Künstlern Adam Sobiraj und Kazimierz Krewniak sowie dem Berliner Ulrich Thiel. Eine weitere Besonderheit des Naturparks sind seine Vielzahl an historischen Mühlen, die hier im Mittelalter wie nirgendwo anders in dieser Dichte gebaut worden sind. Sie erinnern daran, dass früher die Wasserkraft hier eine sehr bedeutende, ja lebenserhaltende Funktion eingenommen hatte. Einige der Mühlen gibt es immer noch und sie sind heute beliebte und urgemütliche Ausflugsgaststätten. Als Schönste unter den Schlaubemühlen gilt die Bremsdorfer Mühle mit ihrer malerischen Fachwerkfassade, die sich im ruhigen Mühlenteich märchenhaft spiegelt. In der Gaststätte kann man sich mit regionalen Wild- und Fischspezialitäten verwöhnen lassen. Außerdem gibt es hier eine hübsch sanierte Jugendherberge. Die Ragower Mühle, 1670 als Getreidemühle erbaut, ist hingegen die einzige noch funktionierende im Schlaubetal. Neben einem kleinen Mühlenmuseum und einer Gaststube ist für Kinder hier Attraktion Nummer 1 der angrenzende Hof: Hier kann man unter anderem Hängebauchschweine, Gänse, Hühner und anderes Getier bestaunen. Mehr Infos über das Schlaubetal
Text: A. K. / Stand: 19.06.2018

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