Naturpark Nuthe-Nieplitz

Naturpark Nuthe-Nieplitz in Brandenburg
Im Naturpark Nuthe-Nieplitz gibt es viel Wald - Symbolbild: © Tkni

Die Wanderwege im Naturpark Nuthe-Nieplitz: Ein Mekka für Nordic Walking-Fans

Südwestlich von Berlin erstreckt sich der Naturpark Nuthe-Nieplitz auf einer Gesamtfläche von insgesamt 623 km². In den feuchten Niederungen der Flüsse Nuthe und Nieplitz kann man nicht nur von zahlreichen Aussichtsplattformen aus Vögel beobachten, sondern findet hier auch ideale Bedingungen für den Trendsport Nordic Walking. Mit 150 km Gesamtnetz ist der "FlämingWalk" der größte Nordic Walking Parcours Brandenburgs.

Sehenswertes im Naturpark Nuthe-Nieplitz

  • Spargelmuseum Schlunkendorf
  • Rundplatzdorf Reesdorf
  • Findlingsgarten Seddin
  • Heimatmuseum Luckenwalde

Wandern im Naturpark Nuthe-Nieplitz

Egal, von welchem der 23 Ortsteile der Gemeinde Nuthe-Urstromtal man mit Turnschuhen und Stöcken bewaffnet loslegen will: Verirren kann man sich kaum, denn jeder der Orte verfügt über einen Einstiegspunkt in das Streckennetz. Einige der insgesamt über 40 Touren sind mittlerweile sogar GPS-geführt. Beim Walk durch den Naturpark eröffnen sich mitunter äußerst reizvolle Panoramen - besonders, wenn man dabei einen Abstecher auf eine der hölzernen Aussichtsplattformen macht.
Zu den Highlights zählen dabei u.a. die Ausblicke auf den Stückener Weinberg, den Fichtenberg und den Grössinsee. Hier kann man in Herbst und Frühjahr rastende Saat- und Blässgänse, aber auch die Graugans, den Kranich, den Rot- und Schwarzmilan oder den Fischadler erspähen. Vom Aussichtsturm in Stangenhagen wiederum bietet sich ein guter Blick über die Stangenhagener Flachwasserseen, die ebenfalls ein wahres Paradies für Wasser- und Watvögel sind.

Ein echtes Kleinod mitten im Herzen des Naturparks ist der malerische Ort Blankensee, der neben dem Naturerlebnis auch einige Sehenswürdigkeiten vorweisen kann. Zauberhaftes Flair strahlt das Schloss im Hermann-Sudermann-Park aus, welches zuletzt privat von dem Schriftsteller Hermann-Sudermann bewohnt war und nun im Rahmen von Führungen, die durch den Heimatverein Blankensee organisiert werden, besichtigt werden kann. Fast noch sehenswerter ist allerdings der vom verzweigten Lauf der Nieplitz durchflossene Schlosspark selbst, den Sudermann mit Statuen ausstattete, die er von seinen zahlreichen Reisen mitgebracht hatte. Vom Schlosspark aus gelangt man auf einem Naturlehrpfad zu einem Bohlensteg am Nordostufer des Blankensees. In dem breiten Schilfgürtel nisten diverse Wasservögel und mit dem Fernglas sind Gänse, Enten und Rallen, Kormorane, Reiher und im Glücksfall auch See- und Fischadler zu beobachten. Ein fast noch herrlicheres Panorama bietet sich vom Beobachtungsturm an den so genannten "Ungeheuerwiesen" aus. Hier können Vogelfreunde im Frühjahr und Herbst während der Dämmerung Schwärme von nordischen Wildgänsen und Kranichen sehen.

Schöne Wanderwege im Naturpark Nuthe-Nieplitz

Erlebnisreiche Wanderungen führen Naturfreunde in das Glauer Tal. In einem rund 160 Hektar großen, eingezäunten Wildgehege-Areal leben das Rot,- Dam- und Muffelwild, aber auch Islandpferde. Höhepunkt ist für viele Besucher die Brunft der Rothirsche Ende September, wenn die Hirsche die Weibchen nicht nur mit ihrem imposanten Geweih, sondern auch mit ihrem röhrenden Organ beeindrucken wollen.

Völlig konträr zu dem wasserreichen Teil des Naturparks ist das Naturschutzgebiet Forst Zinna-Jüterbog-Keilberg, ein Gebiet, welches über 160 Jahre hinweg überwiegend militärisch genutzt worden war. Die schweren Panzerketten, die sich hier in den Boden gruben, hinterließen weite, dünenartige Offenlandschaften, die sich mit moorigen Bruchwäldern abwechseln. Auf dem Gelände befindet sich übrigens eine der letzten aktiven Flugsanddünen auf deutschem Boden. Neun Hektar groß hat sich die Wanderdüne allerdings vor wenigen Jahren zu Ruhe gesetzt. Leider ist ausgerechnet dieses spannende Gebiet vorerst noch als Sperrgebiet ausgewiesen, d.h. für die Öffentlichkeit unzugänglich. Doch das soll sich ändern: Geplant ist, hier demnächst ein Netz für Wanderer, Reiter und Radfahrer auszuweisen.
Text: A. K. / Stand: 19.06.2018

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