Naturpark Hoher Fläming

Naturpark Hoher Fläming in Brandenburg
Wandern im Naturpark Hoher Fläming - Symbolbild: © Tkni

Naturpark Hoher Fläming: Wandern, Reiten und Radeln in sanften Höhen

Gerne wird der Fläming als Mittelgebirge bezeichnet, doch tatsächlich ragt nur an an einigen wenigen Stellen des Naturparks Festgestein aus der ansonsten recht sanft gewellten Oberfläche empor. Den höchsten Punkt markiert mit 201 Meter über NN der Hagelberg bei Belzig. Die mehr als 140.000 Jahre alten Höhen des Flämings gehören noch zu den Altmoränen der Saalevereisung. Ansonsten ist die zur Hälfte bewaldete, zur anderen Hälfte landwirtschaftlich genutzte Naturparkfläche, die mit 827 km² das drittgrößte Großschutzgebiet Brandenburgs darstellt und sich zwischen Elbe, Dahme und Baruther Urstromtal erstreckt, eher sanft gewellt.

Sehenswertes im Naturpark Hoher Fläming

  • Burg Rabenstein
  • Schloss Wiesenburg
  • Brausemuseum Niemegk
  • Heimatmuseum Treuenbrietzen
  • Feldsteinkirche Buckau
  • Stadtkirche St. Marien Bad Belzig

Schöne Radwege zum Fahrradfahren im Naturpark Hoher Fläming

Vor allem Fahrradfahrer lieben den Hohen Fläming, lässt sich die wunderschöne Landschaft doch bestens per Pedales erkunden. So führen etwa zwei Fernradwege quer durch den Naturpark: Der Europaradweg R 1 und die Tour Brandenburg. Aber auch kürzere Routen, die sich als Tagestour eignen, gibt es viele. Geeignete Drahtesel kann man sich übrigens im Naturparkzentrum ausleihen, welches sich in Raben, umrahmt von den beiden Naturschutzgebieten Rabenstein und Planetal, befindet. Hier kann man sich auch über die bed&bike-zertifizierten Hotels bzw. Pensionen im Naturpark informieren. Oder über das 250 km lange Reitroutennetz. Denn die unberührte Fläminglandschaft bietet sich idealerweise auch für mehrtägige Touren hoch zu Ross an. Eine ganze Reihe von Reiterhöfen hat das Potenzial erkannt und bietet Übernachtungsmöglichkeiten an. Für diejenigen, die lieber mit dem Kremser, als mit dem eigenen Pferd unterwegs sind, bietet das Hotel "Zum alten Ponyhof" in Niemegk eine spezielle Kremsertour unter dem Motto "Bauern, Burgen, Barfußpfad" an.

Von der reichhaltigen Flora und Fauna des Naturparks bekommt jedoch in erster Linie mit, wer sich die Gegend zu Fuß erschließt. Dass der Hohe Fläming ein Wanderparadies ist, beweist unter anderem die Tatsache, dass die Region vom Deutschen Wanderverband mit ausgewählt worden ist, den Deutschen Wandertag 2012 auszurichten. Neben dem Europäischen Fernwanderweg E 11 gibt es den Burgenwanderweg und der Kunstwanderweg, die jeweils zu abwechslungsreichen Touren in die Fläminglandschaft einladen.

Wandern im Naturpark Hoher Fläming

Der Naturpark Hoher Fläming
Wandern im Naturpark Hoher Fläming.
Foto: © Marion Neuhauß

Auf Schusters Rappen kann es durchaus passieren, mit dem Wappentier des Naturparks Bekanntschaft zu machen, dem Mittelspecht. Der Vogel ist darauf spezialisiert, seine Nahrung unter rissiger rauher Borke zu suchen. Oder man begegnet der Großtrappe, dem schwersten flugfähigen Vogel der Erde, der als Bewohner offener Steppen im Mittelalter einwanderte, als der Mensch die Wälder rodete und weiträumige Landwirtschaftsgebiete entstanden. Neben Mittelspecht und Großtrappe leben noch Tiere wie etwa seltene Fledermausarten, der Schwarzstorch, Wasseramseln, Bachforellen und Edelkrebse im Naturpark. Letztere standen einst auf dem Speiseplan Friedrich des Großen. Heute ist der Edelkrebs nur noch sehr rar gesät. Doch die klaren Fließgewässer des Fläming bieten ihm letzte Rückzugsmöglichkeiten. In dem Gebiet rund um Raben kann man heute auch noch Rotwild, Damhirsche, Marderhunde und Mufflons beobachten.

Wanderwege im Naturpark Hoher Fläming durch Bullenberger Bach und Planetal

Unterteilt ist der Naturpark übrigens in neun Naturschutzgebiete. Vor allem einige der wertvollen Flämingbäche, so etwa Verlorenwasserbach, Bullenberger Bach und Planetal sind unter Schutz gestellt. Aber auch Wald- und Heidelandschaften wie Rabenstein, Spring und die Werbiger Heide sind als Schutzgebiete ausgewiesen. Den bereits erwähnten Mittelspecht kann man im Gebiet Flämingbuchen im südlichen Teil des Naturparks seine Höhlen zimmern hören. Hier findet man Bäume mit einem Alter von über 200 Jahren.
Text: A. K. / Stand: 19.06.2018

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