Naturpark Uckermärkische Seen

Naturpark Uckermärkische Seen in Brandenburg
Der Naturpark Uckermärkische Seen beherbergt zahlreiche Gewässer - Symbolbild: © Tkni

Kanutouren im Naturpark Uckermärkische Seen: Paradies für Paddler

Eins sein mit der ursprünglichen Natur, möglichst ungestört, das geht fast nirgendwo so gut wie im Naturpark Uckermärkische Seen. Das wasserreiche Blaue Paradies zwischen Prenzlau, Fürstenberg, Zehdenick und Templin begeistert durch Stille, Artenreichtum und Abgeschiedenheit und ist für Entdeckungstouren mit Rad, Boot oder zu Fuß ideal. Den Pulsschlag der Bundeshauptstadt kann man zwischen urwaldähnlichen Buchenwäldern, undurchdringlichen Mooren und zahllosen, durch Bachläufe und Flüsse miteinander verbundenen Seen, wenn überhaupt, nur von ganz fern pochen hören. Das "Land der 300 Seen, Flüsse und Bäche", wie die Uckermark auch genannt wird, gehört ohne Frage zu den schönsten Schutzgebieten rund um Berlin.
Echte Exoten aus dem Reich der Flora bekommt zu Gesicht, wer ein wenig Geduld und einen scharfen Blick mitbringt. Unter den seltenen Pflanzenarten kommen z.B. der fleischfressende Sonnentau, viele verschiedene Orchideenarten und Wollgras vor. Mit etwas Glück sieht man zuweilen auch Tiere wie den Biber, Fischotter, Sumpfschildkröten, Fledermäuse, über 800 Schmetterlingsarten, Rotbauchunken, Moorfrösche und Rohrdommeln, See- und Fischadler. Letzterer ist übrigens Wappentier des Naturparks und hat hier sein europäisches Hauptbrutgebiet.

Sehenswertes im Naturpark Uckermärkische Seen

  • Wasserstadt Fürstenberg / Havek
  • Boitzenburg
  • Kirchlein im Grünen Alt Placht
  • Radweg Spur der Steine

Viele Seen zum Kanufahren im Naturpark Uckermärkische Seen

Der größte unter den zahllosen Seen, die ebenso wie die bis zu 120 Meter hohen Endmoränenrücken ein Erbe der Weichseleiszeit sind, ist der Uckersse bei Prenzlau. Er ist von Mooren und Schilfgebieten umgeben, wo noch viele vom Aussterben bedrohte Pflanzenarten wie z. B. das Sumpfknabenkraut, das Federgras oder die Sibirische Glockenblume zu sehen sind. Im Frühjahr wie im Herbst wird man hier Zeuge eines einmaligen Naturschauspiels, wenn sich im gesamten Wassereinzugsgebiet des Uckersees bis zu 15.000 Wasservögel konzentrieren. Wie die meisten der viele Seen des Naturparks ist auch der Uckersee an das weit verzweigte Wasserwegenetz angeschlossen. So eignet sich der Uckersee beispielsweise hervorragend als Ausgangspunkt für eine Kanutour auf der Ucker bis zum Stettiner Haff.

Paddeltouren im Naturpark Uckermärkische Seen

Ein besonders schöner Startpunkt für ausgedehnte Paddeltouren, etwa bis nach Fürstenberg/Havel ist die idyllische Flößerstadt Lychen. Hier, am Kreuzungspunkt von sieben Seen erhält man im Besucherzentrum des Naturparks neben zahlreichen Wanderempfehlungen auch Wasserwanderkarten und Informationen zu den ab dem staatlich anerkannten Erholungsort angebotenen und sehr beliebten Floßfahrten.

Sehenswürdigkeiten und Attraktionen Naturpark Uckermärkische Seen

Eine andere Möglichkeit, seine Freizeit aktiv zu gestalten, bietet die Draisine. Auf einer stillgelegten Bahnstrecke fährt man 30 Kilometer zwischen Templin und Fürstenberg/Havel und entdeckt den Naturpark von der Schiene aus. Die Gefährte lassen sich auch leicht aus den Schienen heben, wenn zum Beispiel unterwegs eine Rast eingelegt wird. Alles in allem eine gemütliche Art der Fortbewegung, die nicht viel Kraft erfordert.

Auch in kultureller Hinsicht hat der Naturpark einiges in petto. Vor allem die vielen Feldsteinkirchen, die von der deutsch-pommerschen Besiedlung seit dem 12. Jahrhundert künden, sind echte Perlen. Ein lohnendes Ausflugsziel ist unter anderem auch die historische Altstadt von Templin, die mit ihrer noch bestehenden, über 1.700 Meter langen Stadtmauer inklusive drei stattlichen Tortürmen, dem Rathaus und der Maria-Magdalehnkirche sowie der Schleuse und ihrer renovierten Wassermühle sehr sehenswert ist.
Text: A. K. / Stand: 19.06.2018

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