Ein Wochenendausflug nach Berlin: Was man unbedingt gesehen haben muss

Wochenendausflug nach Berlin
Tipps für einen schönen Wochenendausflug nach Berlin oder Brandenburg - Foto: © JFL Photography

Tipps für ein Wochenende in Berlin:

Was gehört bei einem Wochenendtrip nach Berlin alles auf die Erlebnis-Agenda? Was sollte man sich aus der enormen Palette an Möglichkeiten, die die Hauptstadt bietet, am besten herauspicken? Im Folgenden ein kurzer Überblick über die unumgänglichen Sehenswürdigkeiten. Ein Wochenende ist natürlich viel zu kurz, um Berlin als Stadt in all ihrer Diversität tatsächlich erfassen zu können. Gleichwohl kann man sicherlich in zwei Tagen die absoluten Top-Sightseeing-Musts abdecken.

Tag 1: Berlins Mitte - Vom Brandenburger Tor bis zum Checkpoint Charlie

Dazu gehört in jedem Fall das Wahrzeichen der Stadt, das Brandenburger Tor am Pariser Platz. Das preußische Triumphtor zum Sieg über Frankreich war lange Zeit auch ein Mahnmal der geteilten Stadt und ist heute vor allem eines: ein Symbol der Einheit. Von hier aus erstreckt sich in die eine Richtung der alte Prachtboulevard Unter den Linden und in die andere Richtung die "Straße des 17.Juni" bis zur nächsten großen Attraktion, der Siegessäule in ca. 1,5 Kilometern Entfernung vom Brandenburger Tor. Von der Aussichtsplattform ganz oben auf der "Goldelse", wie die Siegessäule von den Berlinern liebevoll genannt wird, hat man bei gutem Wetter eine schöne Aussicht über Berlins Mitte und den angrenzenden Tiergarten.

Ebenfalls nur einen Katzensprung von Pariser Platz entfernt ist der Reichstag mit seiner markanten, begehbaren Kuppel und das "Denkmal für die ermordeten Juden Europas", ein labyrinthartiges Holocaust-Mahnmal, das aus 2.711 Stelen und einem unterirdischen Ausstellungsraum besteht.

Sämtliche bisher genannten Sehenswürdigkeiten zusammen können bereits einen kompletten Tag füllen - insbesondere, wenn geplant ist, den Reichstag auch von innen zu besichtigen. Hierfür sollte man sich übrigens unbedingt vorher anmelden. Wer noch Zeit übrig hat, kann den Potsdamer Platz mit seiner imposanten Skyline und dem Sony Center sowie den Gendarmenmarkt anpeilen, der mit Konzerthaus sowie Deutschem und Französischem Dom als Berlins schönster Platz gilt.

Nicht weit entfernt ist auch der Checkpoint Charlie verortet. Der ehemalige Grenzübergang erinnert an den Kalten Krieg, das geteilte Berlin und ist ehemaliger Schauplatz zahlreicher Fluchtversuche aus Ost-Berlin. Mit Schlagbaum, Kontrollbaracke und Sandsäcken, die dort (natürlich nur als reine Kulisse) dem Originalschauplatz nachempfunden sind, ist der Checkpoint heute ein sehr beliebtes Fotomotiv für Touristen.

Tag 2: Von der Museumsinsel ostwärts Richtung Alexanderplatz und East Side Gallery

Tag zwei könnte dann folgendermaßen aussehen: Pflicht für kunstinteressierte Berlin-Besucher ist die Museumsinsel, ein einzigartiges Bauensemble, das herausragende Sammlungen zur Kunst- und Kulturgeschichte Europas und der Mittelmeerregion beherbergt und seit 1999 UNESCO-Weltkulturerbe ist. Quasi nebenan befinden sich hier auch der Lustgarten sowie der Berliner Dom, Berlins größte und neben der Gedächtniskirche am Breitscheidplatz auch imposanteste Kirche Berlins.

Anschließend könnte noch ein Besuch des Alexanderplatzes mit dem Fernsehturm (beste Aussicht über die ganze Stadt) auf dem Programm stehen, verbunden mit einem Abstecher weiter ostwärts Richtung Nikolaiviertel. Das Nikolaiviertel ist der historische Kern der Hauptstadt und gilt damit als Wiege Berlins. Hier lässt es sich in den Gassen gemütlich in der Fußgängerzone (eine Rarität in Berlin) flanieren und in Alt-Berliner Kneipen und urigen Restaurants nett einkehren.

Nicht mehr weit entfernt von hier erstreckt sich in Friedrichshain zwischen dem Berliner Ostbahnhof und der Oberbaumbrücke auf 1.361 Metern mit der East Side Gallery das längste noch erhaltene Stück Berliner Mauer. Dieser Ort ist u.a. auch deshalb weltberühmt geworden, weil hier 118 KünstlerInnen aus 21 Ländern nach dem Mauerfall die längste Open-Air-Gallery der Welt erschufen. Wer abends noch die Club- und Kneipenszene Berlins erkunden möchte, befindet sich hier schon in der Pole Position. In Friedrichshain sind die angesagtesten Bars zu finden, die obendrein vergleichsweise preiswert sind. Wen wundert es, dass hier das Publikum im Schnitt deutlich jünger ist als in den meisten anderen Szenekiezen Berlins.

Tipp für den Wochenendausflug nach Berlin:

Schnell und effizient unterwegs mit dem Hop-on-hop-off-City-Tourbus Am schnellsten verschafft man sich einen Überblick über die Hotspots Berlins in einer Hop-on-hop-off-City Tour mit dem City-Tourbus von City Circle. Diese Busse verkehren auf zwei Routen und bedienen dabei die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. An den Haltstellen kann man nach dem Hop-on-Hop-off-Prinzip jederzeit aussteigen und wieder zusteigen.
Lesen Sie bei uns auch wo Sie in Berlin mit Kindern übernachten können. Sie können auch mit dem Segway durch Berlin fahren! Machen Sie doch auch mal einen Wochenendausflug nach Brandenburg.

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Text: A.B. / Stand: 20.04.2019

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