Das Beate Uhse Erotik-Museum

Eines der die Menschen am meisten beschäftigenden Themen der Menschheit - neben Fußball und Wer wird Millionär? - ist wohl die Erotik. Wen wundert es da, wenn eigens zu diesem Thema auch Museen existieren. Neben dem Hamburger Haus gibt es auch in der Joachimstaler Straße in Charlottenburg ein Museum,
im Erotik Museum Berlin
Beate-Uhse-Erotik-Museum - nur für Erwachsene
Foto © Aszap1969
das sich der zweitschönsten Sache der Welt widmet. Gegründet hat es niemand Geringeres als die legendäre Vorreiterin für einen entspannten Umgang mit der Sexualität - Beate Rotermund-Uhse.

Beate Uhse Erotik Museum - Eine Reise durch die Geschichte der Erotik


Das Erotik-Museum wurde1995 anlässlich des fünfzigjährigen Firmenjubiläums von der Firmengründerin Beate Rotermund-Uhse eröffnet. Die Ausstellung präsentiert auf 2.000 Quadratmetern die ganze Vielfalt menschlicher Erotik, Sexualität und Liebe. Wundervolle Exponate wie antike japanische und chinesische Bildrollen, indische Miniaturen, balinesische Fruchtbarkeitsdämonen und afrikanische Tanz- und Genitalmasken werden wirkungsvoll ergänzt durch 3D-Projektionen und interaktive Spiele, die eines der großen Themen der Menschheit anschaubar, erlebbar und damit begreifbar machen. Auch wertvolle Bilder und Objekte aus der europäischen Kunstgeschichte werden hier präsentiert; im museumseigenen Kino laufen die ersten pornografischen Filme der Welt aus Frankreich, Böhmen und Ungarn. Insgesamt umfasst die Ausstellung über 5.000 Exponate.
Ein weiterer Themenschwerpunkt des Museums ist das Leben und Wirken des Sexualforschers Magnus Hirschfeld. Der 1868 geborene deutsche Arzt gilt als Pionier der am Ende des 19. Jahrhunderts in Europa und Nordamerika entstehenden Sexualwissenschaft. Des weiteren ist er Mitbegründer der ersten Homosexuellen-Bewegung. Wenn man bedenkt, in welcher Zeit Hirschfeld lebte, kann man erahnen, was für ein mutiger Schritt das für den Forscher gewesen sein muss. Seine erste sexologische Veröffentlichung Sappho und Sokrates oder Wie erklärt sich die Liebe der Männer und Frauen zu Personen des eigenen Geschlechts? gilt noch heute als Meilenstein in der Geschichte der Sexualwissenschaft. Heinrich Zille, der Dokumentarist Berliner Lebens mit Pinsel und Skizzenblock, ist vor allem durch seine schonungslosen und humorvollen Darstellungen des Berliner Proletariats der Gründerzeit bekannt geworden. Doch der Meister schuf außerdem ein umfangreiches erotisches Werk. Viele seiner deftigen, frivolen und sinnlichen Zeichnungen können Sie im Beate-Uhse-Erotik-Museum bewundern.

Über Beate Uhse


Frau Rotermund-Uhse war bereits vor Eröffnung ihres ersten Ladens eine engagierte Frau. So arbeitete sie nicht nur als Kunstfliegerin und gewann 1938 ein Luftrennen in Belgien, sondern sie überführte auch Flugzeuge nach Deutschland in verschiedene europäische Länder. 1962 eröffnete sie in Flensburg den ersten Sexshop der Welt - damals nannte sie ihn Fachgeschäft für Ehehygiene. Wurde sie damals noch angefeindet, so bekam sie 1989 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen und wurde 1999 Ehrenbürgerin der Stadt Flensburg.

Beate Uhse Erotik Museum
Joachimstaler Straße 4
10623 Berlin/ Charlottenburg
Telefon: 030/ 886 06 66


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Öffnungszeiten vom Beate Uhse Museum in Berlin


Montag bis Samstag von 9:00 bis 24:00 Uhr,
Sonntag von 11:00 bis 24:00 Uhr.
Eintritt ab 18 Jahren.

Öffentlicher Nahverkehr:
S-Bahn:
S46, S5, S7, S75, jeweils Bahnhof Zoologischer Garten;
U-Bahn:
U2, U9, jeweils Bahnhof Zoologischer Garten;
U1, U9, jeweils Bahnhof Kurfürstendamm
Bus:
M45, M46, M49, X10, X34, X9, Ausstieg jeweils Zoologischer Garten;
M19, M29, M46, X10, Ausstieg jeweils Kurfürstendamm;
N1, N2, N26, N3, M19, M29, M46, Ausstieg jeweils Europa-Center;
100, 109, 110, 200, 204, 245, 249, N1, N10, N2, N26, N9, M45, M46, M49, X10, X34, Ausstieg jeweils Hertzallee;
M49, X34, Ausstieg jeweils Joachimstaler Straße/Kantstraße;
100, 200, Ausstieg jeweils Breitscheidplatz;
245, M45, Ausstieg jeweils Jebensstraße.
Text: UG

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