Frühling in Berlin und Brandenburg

Text: A.B. Medienwissenschaftlerin aus Berlin / Letzte Aktualisierung: 02.07.2020

Frühling in Berlin - Blumen auf dem Strausberger Platz
Blumen am Strausberger Platz. - Was kann man im Frühling in Berlin unternehmen? Foto: © eyetronic

Ab nach Draußen: Frühling genießen in Berlin und Brandenburg

Endlich gibt es mit dem Frühlingsbeginn wieder all die vielen kleinen Dinge, die so richtig Laune machen: Sonne, Natur, Bewegung, Blumen, Angrillen! Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, wie und wo man hierzulande die Saison am besten genießen kann - ob draußen in Stadt und auf dem Land oder Zuhause auf dem Balkon oder im Garten. Was kann man im Frühling in Berlin unternehmen?
Aktuell: Was trotz Coronavirus in Berlin unternehmen?

Frühling in Berlin erleben

Tulpenpracht und fernöstliche Gartenexotik
Sie stimulieren Lebensfreude, Emotionen und setzen Glückshormone frei: Blumen sind ein echter Laune-Heber. Wer den Winterschlaf noch nicht komplett abschütteln konnte und lieber noch innerhalb der Grenzen Berlins verweilt, hat in dieser grünen Stadt reichlich Gelegenheiten, sich in Parks und Gartenanlagen warmzulaufen und dort den Blütenzauber auf sich wirken zu lassen.

Eine besonders empfehlenswerte Adresse ist hierfür der Britzer Garten, der als riesige Parkanlage mit einem großen See, Parkeisenbahn, mehreren Cafés, Minigolf, Spielplätzen, einem Modellboothafen und vor allem im Frühling mit seinen prächtigen Tulpenmeeren punktet.

Den Wintermuff mindestens genauso effektiv vertreiben die exotischen Gartenwelten der Marzahner "Gärten der Welt". Vom Japanischen über den Orientalischen bis hin zum Koreanischen Garten lassen sich hier verschiedenste Anlagen durchlaufen, es gibt einige nette Cafés und natürlich die Seilbahn, die die Besucher zum "Wolkenhain" auf den Kienberg hochschweben lässt. Von dort aus kann man bei gutem Wetter einen herrlichen Ausblick bis weit ins Brandenburgische genießen. Ein besonderes Highlight in den "Gärten der Welt" ist das alljährlich stattfindende Kirschblütenfest, das sogar Fans aus dem gesamten Bundesgebiet anlockt.

Von der "Insel der Jugend" bis "Neu-Venedig"
"Her mit dem Frühling" lautet auch die Losung an den schönsten Wasserrevieren der Hauptstadt. Boote ausleihen kann man sich beispielsweise in der "Kanuliebe" im Treptower Park und dort zwischen Rummelburger See und Spree schön hin- und herschippern. Anschließend lässt es sich dort prima im Biergarten auf der Insel der Jugend einkehren. Ein echtes Idyll für Wassersportfreunde ist außerdem das Gebiet "Neu-Venedig" östlich vom Müggelsee zwischen Rahnsdorf und Hessenwinkel. Hier verzweigt sich die Spree in Form von etlichen Kanälen in eine malerische Wasserstadt, die man gut mit dem Kanu erschließen kann. Die Verleihstation "13Kanus" vermietet das nötige Rüstzeug. Wer von Berlins Mitte aus gesehen nicht ganz so weit fahren möchte, findet auch im Tiergarten ein beschauliches Plätzchen. Am Café am Neuen See stehen Ruderboote zum Verleih und man kann dort gemütlich ein Stündchen übers Wasser gleiten. Für viele Berliner gilt der Neue See im Tiergarten übrigens als einer der romantischsten Plätze der Stadt.

Unterwegs im Stadtgrün mit Kind und Kegel: Domäne Dahlem und Tierpark Friedrichsfelde
Mit einem großen Frühlingsfest startet traditionell die Domäne Dahlem in die Saison. Das Ausflugsziel in Berlins Südwesten ist eine Mischung aus Bio-Bauernhof, Freilandmuseum und ein beschaulicher Ort zum Abschalten vom Großstadtstress. Gerade bei Familien mit Kindern hat sich der Ort als besonders beliebte Ausflugsadresse etabliert. Reichlich Bewegung im Grünen und viel zu sehen - das verspricht auch der Tierpark in Friedrichsfelde. Auf dem riesigen Gelände kann man den ganzen Tag marschieren und hat trotzdem nicht alles gesehen. Der Tierpark ist allerdings ein echter Besuchermagnet im Frühling und deshalb sollte man an strahlenden Sonnentagen auf entsprechend großen Andrang eingestellt sein.

Frühling in Brandenburg erleben

Wandern zwischen Wölfen und Wollschweinen
Deutlich besser verteilen sich die Menschenmassen in den Wildparks weit draußen im Brandenburgischen. Hier gibt es zwei sehr schöne Destinationen. Im Norden, in der Uckermark, den Wildpark Schorfheide und im Süden, im Teltow-Fläming, den Wildpark Johannismühle. Im Wildpark Johannismühle können unter anderem Braunbären, Luchse und Großkatzen, Wildpferde und Polarfüchse bestaunt werden, während im Wildpark Schorfheide Wölfe und seltene vom Aussterben bedrohte Haustierrassen wie z.B. das Pommersche Landschaf und das Mangalitza-Wollschwein zu den Highlights gehören.

Frühlingszeit ist Spargelzeit
Gerade in und bei Beelitz locken die bekanntesten Höfe mit dem weißen Gold im Frühjahr große Besucherscharen an. Einer der bekanntesten ist der Spargelhof Klaistow, denn hier ist rings um die Spargelfelder ein richtiger Freizeitpark mit vielen Vergnügungen für die ganze Familie entstanden. Ähnlich beliebt ist im Norden der große Spargelhof in Kremmen, der auf seinem Gelände mit zahmen Hoftieren, Kletter-Mähdrescher, Hüpf-Trecker und einer Strohburg zum Familienausflug einlädt. Und wem es auf den Spargel nur ganz am Rande ankommt, der kann das Stangengemüse auch bei Karls Erdbeerhof einkaufen gehen und sich auf dem riesigen Freizeitparkgelände des ganzjährig geöffneten Erdbeer-Giganten zwischen Traktorbahn, Riesenrutsche und Eiswelt austoben.

Spreewald im Frühling
Brandenburg ist im Frühling besonders schön. Einige Ausflugsziele: z.B. der Spreewald / Foto: © LianeM

Top-Ausflugsadressen: Von Rheinsberg bis zum Spreewald
Zu den schönsten Adressen für einen Tagesausflug gehören in Brandenburg sicherlich auch der Spreewald, wo man beim Kanu- oder Kahnfahren Entschleunigung par excellence erlebt. Weitere Highlights sind außerdem das Schloss Rheinsberg, eines der beeindruckendsten Bauwerke, der Region Ostprignitz-Ruppin am Ufer des Grienericksees, sowie die Klöster Chorin und Neuzelle oder der 2015 eröffnete Beelitzer Baumkronenpfad mit einmaliger Aussicht auf die Ruinen der Beelitzer Heilstätten.

Ausgedehnte Wanderungen in der Natur
Viel Spaß im Grünen weit draußen in der Natur versprechen die großen Naturparks und Biosphärenreservate im Land Brandenburg. Zu den schönsten Flecken zählen dabei die Döberitzer Heide im Havelland, das Schlaubetal im Landkreis Oder-Spree, die Schorfheide Chorin im Norden Brandenburgs, das UNESCO-Weltnaturerbe Buchenwald Grumsin in der Uckermark und die bergigen Gegenden der Märkische Schweiz im Landkreis Märkisch-Oderland.

Frühling vorm Balkon: Ideen für das Gartenjahr 2020

Keine Lust auf große Expeditionen? Viele Berliner und Brandenburger genießen den Frühling am liebsten Zuhause und bringen Garten, Terrasse und Balkon auf Vordermann. Frühlingszeit ist nicht nur Wanderlust und Spargelzeit, sondern gleichzeitig auch Pflanzzeit. Wer sich zu Beginn des Frühlings fragt, welche Pflanzen jetzt schon draußen gut zurechtkommen und vielleicht auch mit etwas verspätetem Frost gut gedeihen, hält sich am besten an die Frühblüher. Dazu gehören Zwiebelpflanzen wie Hyazinthen und Tulpen, aber auch Stauden wie Adonisröschen oder Duftveilchen. Eigentlich ist die beste Pflanzzeit für diese Gewächse der Herbst. Doch wer verpasst hat, sie rechtzeitig zu pflanzen, hat auch im Frühling noch eine Chance, sobald die ersten Tage ohne Minusgrade kommen. Allerdings muss man einkalkulieren, dass die Pflanzen mindestens drei Wochen brauchen, bis sie treiben.

Stauden und Ziergräser als Alternative zum Geranienkasten
Wenn es um die Gestaltung von Blumenkästen geht, gehören Geranien, Stiefmütterchen und Hornveilchen zu den beliebtesten Pflanzen. Doch es gibt auch Alternativen. So kann man beispielsweise erst den Balkon bzw. die Terrasse mit blühenden Stauden oder Ziergräsern verschönern und diese dann später mit einjährigen Pflanzen kombinieren. Gerade mit Stauden lässt sich eine interessante und abwechslungsreiche Bepflanzung erzielen. Eine schöne Abwechslung zum 08/15-Geranienkasten sind außerdem hängende Blumenkörbe, in die sich gut Frühlingsblüher wie zum Beispiel Bellis, Männertreu und Primeln pflanzen lassen.
Sie können aber auch eine Weinkiste bepflanzen. Weitere Tipps zur Balkongestaltung.

Das Gemüsebeet aufpäppeln
Wer einen Nutzgarten besitzt, kann im März und April daran gehen, das Gemüsebeet zu räumen, ihn von ggf. noch im Boden liegenden, altem Gemüse zu befreien und ihn mit frischer Erde und Kompost aufzupäppeln. Wer sein Beet nicht schon im Herbst gedüngt hat, kann dies nun nachholen und eine dunkle Folie auf dem kalten Boden des Beets ausbreiten. So kann sichergestellt werden, dass die Erde für die Aussaat vorgewärmt wird, da die Folie die Sonnenwärme speichert. Bei frostfreiem Wetter können dann schon Gemüsesorten wie Brokkoli, Porree, Zwiebeln, Erbsen und Spinat in den Nutzgarten eingesät werden.
Übrigens: Bei uns erfahren Sie auch wie Sie Wühlmäuse im Garten bekämpfen können.

Ran an den Rost: Angrillen und Chillen

Wichtig: Ab und zu sollte man unbedingt eine größere Pause einlegen und die schönen ersten Sonnentage bei all der Arbeit auch in Ruhe stressbefreit genießen. Passend zum Frühlingsbeginn heißt es vielerorts: "Ran an den Rost zum Angrillen". Wer einen Balkon hat, sollte dabei allerdings am besten auf einen Elektro-Tischgrill zurückgreifen. (Tipps zum Grillen) Und beim gemeinsamen Chillen lässt sich dann sicherlich auch die ein oder andere Ausflugsidee schmieden.Öffentliche Grillplätze in Berlin

Quellen und weiterführende Informationen:

  • Informationen über Parkanlagen gibt es auf der Webseite der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg:
    https://www.spsg.de
  • Viele Tipps für Hobbygärtner. Zum Beispiel Tipps zum Bäume schneiden, einen Gartenpflanzen Ratgeber und Tipps für einen schönen Gartenteich finden Sie auf
    https://www.hagebau.de/garten/
  • Ausflugstipps gibt es auf der Webseite vom Tourismusverband Havelland e.V.
    https://www.havelland-tourismus.de
  • Baumärkte in Berlin - Gartengeräte, Pflanzen, Gartenmöbel - Alles was der Hobbygärtner im Frühling so benötigt!

Berlin Portal:

[ Zum Seitenanfang ]