Bezirk Treptow-Köpenick

Bezirk Treptow-Köpenick
Der Müggelsee in Treptow-Köpenick lädt zum Erholen ein. Foto: © Tkni

Der Stadtbezirk Treptow-Köpenick liegt im Südosten der Stadt und ist flächenmäßig der größte Bezirk. Hier befindet sich auch der größte See Berlins - der Müggelsee. Internationale Bedeutung genießt der Stadtbezirk durch das Technologiezentrum Adlershof.

Der Stadtbezirk Treptow-Köpenick: die grüne Lunge Berlins

Kein Bezirk hat so viele Seen und Grünflächen: insgesamt erstrecken sich in Treptow-Köpenick im Südosten der Metropole sieben Seen und 165 km Wasserstraßen. Der Müggelsee mit ca. 767 ha ist der größte See Berlins und neben dem Wannsee die liebste "Badewanne" der Berliner. Zahlreiche Fahrgastschiffe laden dazu ein, Touren in die City oder ins Umland zu unternehmen. Anlegestellen findet man u.a. am Treptower Park (Hafen Treptow), an der Altstadt Köpenick (Luisenhain), am Müggelsee oder in Grünau. Neben dem größten See hat die Natur im Bezirk noch einen weiteren Superlativ parat: die während der Eiszeit entstandenen Müggelberge stellen heute mit 113 Metern die höchste natürliche Erhebung Berlins dar.

Die Natur genießen

Ein Naturerlebnis machen darüber hinaus der ausgedehnte Treptower Volkspark und der angrenzende Plänterwald möglich. Mitten im Treptower Volkspark findet sich mit dem monumentalen, in stalinistischer Architektur ausgeführten Sowjetischen Ehrenmal. Zur Insel der Jugend führt die Brücke der Herzen, die "Bridge of Hearts". Hier werden in Form von in den Boden eingelassenen blauen Herzen Personen und Institutionen geehrt, die sich besonders für die Wünsche und Hoffnungen der Kinder einsetzen.

Wichtige Einkaufsmöglichkeiten in Treptow-Köpenick

Im Stadtbezirk Treptow-Köpenick gibt es viele gute Einkaufsmöglichkeiten! Neben Supermärkten und Discountern locken auch große Einkaufscentren, Möbelhäuser, Baumärkte und viele Fachgeschäfte. Einige wichtige Einkaufsmöglichkeiten möchten wir Ihnen hier vorstellen:

Sehenswürdigkeiten im Stadtbezirk Treptow - Köpenick

Treptow-Köpenick ist jedoch noch mehr als bloß die grüne Lunge Berlins. Kulturliebhabern sei ein Besuch von Schloss Köpenick mit dem Museum für Raumkunst aus Renaissance, Barock und Rokoko, das Museum im historischen Wasserwerk Friedrichshagen oder die Archenhold-Sternwarte im Treptower Park empfohlen. Wahrzeichen des Bezirks sind die "Treptowers", das mit 31 Stockwerken höchste Bürohaus Berlins und seit 1998 Sitz der Allianz-Versicherungen. Letztere ist übrigens Sponsor des weithin sichtbaren und sehr markanten "Molecule-Man" nahe der Oberbaumbrücke. Die Metallskulptur steht mitten in der Spree und wurde von dem amerikanischen Bildhauer Jonathan Borowski geschaffen. Sie verbildlicht den Schnittpunkt zwischen den drei Altbezirken Kreuzberg, Treptow und Friedrichshain und ist damit ein Zeichen der Wiedervereinigung Berlins. Der Körper der Figuren ist von Löchern durchsetzt, die die Moleküle symbolisieren sollen, aus denen sie bestehen. Nach Aussage des Künstlers soll dies daran erinnern, "dass sowohl der Mensch als auch die Moleküle in einer Welt der Wahrscheinlichkeit existieren und das Ziel aller kreativen und geistigen Traditionen ist, Ganzheit und Einheit innerhalb der Welt zu finden."

Die Ortsteile und Kieze vom Bezirk Treptow-Köpenick:

Der Hauptmann von Köpenick

Eine "Figur", die es zu noch größerer Berühmtheit gebracht hat, ist der "Hauptmann von Köpenick". Der "edle Räuber" ist keine bloße Legende. Hinter der Schelmengeschichte steckt eine historische Figur. Der bereits mehrfach vorbestrafte Wilhelm Voigt besetzte am 16. Oktober 1906 in einer Uniform vom Trödler das Rathaus, verhaftete den Bürgermeister und "konfiszierte" die Stadtkasse. Der Coup ging durch alle Medien - Voigt avancierte zu einer Art Wilhelminischen Eulenspiegel. Heute kann man dem Hauptmann als Skulptur vor dem Köpenicker Rathaus begegnen - oder aber etwas ausführlicher in einer Dauerausstellung im örtlichen Heimatmuseum.

Wissensschaftsstandort Adlershof

Während Köpenick in erster Linie altstädtisch geprägt ist, zeigt sich der Bezirk im Ortsteil Adlershof von einer ganz anderen Seite. Dort wurde erst in der jüngeren Vergangenheit eine komplett neue Stadt für Wissenschaft, Medien und Technologie aus dem Boden gestampft. Auf 4,2 Quadratkilometern wird hier insbesondere in den Bereichen Informations- und Medientechnologie, Photonik und Optische Technologien, Material- und Mikrosystemtechnologie sowie Umwelt-, Bio- und Energietechnologie entwickelt, geforscht und produziert. Wer hier einmal einen mehr als nur oberflächlichen Blick hinter die Kulissen werfen will, dem sei die jährlich stattfindende "Lange Nacht der Wissenschaften" ans Herz gelegt. Zahlreiche Institute öffnen dann ihre Pforten für die Öffentlichkeit.
Text: A.K. / Stand: 03.10.2019

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