Sehenswürdigkeiten in Treptow-Köpenick

Der Hauptmann von Köpenick
Eine Sehenswürdigkeit in Treptow-Köpenick: Der Hauptmann von Köpenick vor dem Rathaus Köpenick - Foto: © ArTo - stock.adobe.com

Sehenswertes in Treptow-Köpenick

Treptow-Köpenick liegt im Südosten Berlins und ist reich an Wasser-, Wald- und Landschaftsschutzgebieten. Mit den Stadtteilen Adlershof, Oberschöneweide und Niederschöneweide ist Treptow-Köpenick aber auch Standort bedeutender wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Einrichtungen, wie zum Beispiel dem Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Adlershof (WISTA) und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW). Aber auch an Sehenswürdigkeiten sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen fehlt es dem Bezirk nicht und so ist er immer einen Besuch wert.

Zurück in Vergangenheit im Ortsteil Köpenick

Nicht nur Theater- und Literaturfans dürfte der Hauptmann von Köpenick bekannt sein, der im Jahr 1906 die Stadtkasse aus dem Köpenicker Rathaus raubte und durch Carl Zuckmayer in einem Theaterstück verewigt wurde. Nur diesem Umstand ist es wohl zu verdanken, dass eine Statue des angeblichen Hauptmanns heute vor dem Rathaus Köpenick steht. Das Rathaus wurde ab 1901 im Stil der märkischen Backsteingotik erbaut und steht heute unter Denkmalschutz. Auffällig sind vor allem der Eingangsbereich in Art eines mittelalterlichen Klosters, der Eckturm mit der Rathausuhr und die Wappen Köpenicks über dem Haupteingang.

Rings um das Rathaus laden die Gassen von Alt-Köpenick zum Bummeln ein. Auch ein Modell der historischen Altstadt kann hier besichtigt werden. Nur wenige Schritte von der Altstadt befindet sich das Schloss Köpenick auf einer über eine Brücke zugänglichen Insel in der Dahme. Das Schloss war im 16. Jahrhundert zunächst als Jagdschloss erbaut worden und wurde im 17. Jahrhundert zu einem Barockschloss erweitert. Heute beherbergt es unter anderem Teile des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Museen zu Berlin und eine Dauerausstellung zur Raumkunst aus der Zeit der Renaissance, des Barock und des Rokoko. Außerdem finden hier regelmäßig Veranstaltungen mit Werken der klassischen Musik statt. Umgeben ist das Schloss von einem weitläufigen Park, in dem mehrere Skulpturen namhafter Bildhauer bestaunt werden können.

Viel Sehens- und Erlebenswertes in Oberschöneweide

Während der Ortsteil Oberschöneweide bis in die 1990er Jahre eher für die dort ansässigen Industriebetriebe bekannt war, hat sich das Bild heute gewandelt. Mehrere direkt an der Spree gelegene Werke wurden geschlossen und die Fabrikhallen dienen zum Teil kulturellen Zwecken. So finden zum Beispiel in den Rathenauhallen häufig Ausstellung und andere Veranstaltungen statt. Viele der einstigen Industriebauten stehen inzwischen unter Denkmalschutz wie zum Beispiel der Peter-Behrens-Bau an der Ostendstraße, das Industriedenkmal Spreehöfe und das Wasserwerk Wuhlheide.

Ebenfalls denkmalgeschützt ist das ehemalige Funkhaus in der Nalepastrasse, in dem zwischen 1956 bis 1990 der Rundfunk der DDR seinen Sitz hatte. Konzertbesuchern dürfte die Kindl-Bühne Wuhlheide ein Begriff sein, die Platz für bis zu 17.000 Besucher bietet. In den vergangenen Jahrzehnten traten hier unter anderem international bekannte Stars wie Carlos Santana, Metallica, Whitney Houston und Bruce Springsteen auf. Familien mit Kindern sei indessen das Freizeit- und Erholungszentrum (FEZ) in der Wuhlheide empfohlen, zu dem beispielsweise ein Kosmonautentrainingszentrum, eine Schwimmhalle, ein Theater, eine Sporthalle sowie ein Park mit einen Badeteich und eine Freilichtbühne gehören. Der Park kann mit einer Parkeisenbahn erkundet werden, die bereits seit den 1950er Jahren existiert und zum größten Teil durch Kinder und Jugendliche betrieben wird.

Der Treptower Park

Der Ortsteil Alt-Treptow ist vor allem durch den Treptower Park bekannt, der bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts angelegt wurde und sich entlang des Spreeufers erstreckt. Hier befindet sich auch ein Hafen für die Ausflugsschiffe der Stern- und Kreisschiffahrt, mit denen es zum Beispiel auf eine einstündige historische Rundfahrt in die Berliner Innenstadt beziehungsweise auf längere Rundfahrten zum Wannsee oder rund um die Müggelberge in Köpenick geht.

Einen Besuch wert sind das Gasthaus Zenner, das bereits seit den 1820er Jahren ein Ausflugslokal ist, und die über die Abteibrücke erreichbare Insel der Jugend, auf der verschiedenen Kulturveranstaltungen stattfinden. Einen Blick in den Sternenhimmel genießen indessen Besucher der unter anderem mit einem Großen Refraktor ausgestatteten Archenhold-Sternwarte. Ebenfalls sehenswert ist das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park, das an das Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert.
Text: H. J. / Stand: 11.09.2019 / Alle Angaben ohne Gewähr!

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