Der Bezirk Pankow - schillernd bunt im Süden, alt-bürgerlich im Norden:

Zu Zeiten des kalten Krieges wurde Pankow als Synonym für
Prenzlauer Berg im Bezirk Pankow ein sehr beliebter Ortsteil.
Der Kollwitzplatz im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg,
Bezirk Pankow. Foto © Friedberg
"Regierungssitz der sowjetisch besetzten Zone" benutzt. Das lag nicht nur daran, dass Pankow zu DDR-Zeiten Wohnsitz vieler SED-Führungskräfte war, sondern mit Schloss Schönhausen auch Amtssitz des Vorsitzenden des Staatsrates. Doch das ist lange her. Vom alten Grau in Grau ist nicht mehr allzuviel zu sehen. Stattdessen treibt der bezirk, besonders in Prenzlauer Berg, dem Schillerndsten unter seinen Ortsteilen, besonders bunte Blüten.

Berlin Pankow


Hier sollen sie wohnen: die Schauspieler, Designer, Kreative jeglicher Art. Prenzelberg mit seinen vielen szenigen Bars, Clubs, alternativen Theatern und den unzähligen Klamottengeschäften ist eine von Berlins renommiertesten Trendadressen,
ein Biotop der Schönen und Kreativen. Wer hier wohnt, versteht sich in der Regel als modern, multikulturell, politisch engagiert und aufgeklärt linksalternativ. Kein Wunder hallt der Ruf des Stadtteils bis weit über die Grenzen Berlins hinaus. Auch unter Nicht-Berlinern, die sonst so gut wie gar nichts über die Hauptstadt wissen, kennen Prenzlauer Berg. Wer was auf sich und den trendigen Zeitgeist hält zieht hierher. Das führte dazu, dass Prenzlauer Berg mit der am dichtesten besiedeltste Ortsteil Berlins ist. In dem elf Quadratkilometer umfassenden Häusergeschachtel aus Altbauten leben rund 143.000 Menschen. Dass man sich hier so dicht auf der pelle sitzt, stört jedoch die wenigsten. Zum Wohlfühlfaktor der bewohner trägt die hohe akademikerdichte bei. Keine lärmenden Hip-Hop-Höhlen für Jugendliche wie im Wedding oder in Neukölln, kaum Telecafés, kaum Parabolantennen, die das Auge beleidigen könnten. Der Ausländeranteil liegt zwar nur geringfügig unter dem Berliner Durchschnitt, doch die Zusammensetzung ist eine ganz andere: Die größte Gruppe bilden Franzosen, gefolgt von Italienern, Amerikanern, Briten, Spaniern und Dänen. Eine G8-Bevölkerung, hochgebildet und in Arbeit. Der Anteil der türkischen Mitbürger beläuft sich auf 0,3 Prozent.

Direkt an Prenzlauer Berg grenzt Weißensee an. Hier geht es deutlich beschaulicher zu als beim hippen Ortsteilnachbar. Dennoch ist nicht zu verkennen, dass an manchen Ecken Weißensees bereits so etwas wie kleine Szenekieze entstehen. Neben dem Kulturzentrum, der "Brotfabrik" am Caligariplatz, und dem von Regisseur Michael Verhoeven betriebenen Kult-Kino Toni am Antonplatz schießen in vielen Seitenstraßen Cafés, Clubs und Restaurants aus dem Boden. Manchen erinnert das an die Anfänge von Prenzlauer Berg. Kein Wunder: die gefragten Wohngegenden in Prenzlauer Berg sind voll, jetzt schwappt die Welle nach Weißensee über.

Bis in die nördlicheren Ortsteile von Pankow, beispielsweise in die ehemalige Hugenottensiedlung Französisch-Buchholz, nach Heinersdorf, Wilhelmsruh
oder den Medizinstandort Buch an der Grenze zu Brandenburg hat es die Strahlkraft von Prenzlauer Berg jedoch nicht geschafft. Hier, in ruhiger gediegener Stadtrandlage, gibt man sich gerne betont alteingesessen-bürgerlich, im positiven wie aber auch negativem Sinne. In die Schlagzeilen schaffen es etwa die Heinersdorfer hauptsächlich mit ihren lautstarken, teilweise von der NPD begleiteten, Protesten gegen die neugebaute Ahmadiyya-Moschee, die erste im Osten Berlins. Insgesamt 20.000 Unterschriften sammelten die Moschee-Gegner - jedoch ohne Erfolg. Eine Überfremdung ihres Ortsteils müssen die Heinersdorfer jedoch kaum befürchten. Mitglieder der Ahmadiyya-Gemeinde leben bislang nicht in Heinersdorf, die Gemeinschaft ist in Reinickendorf ansässig. Text: A.K.-

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