Ortsteil Britz in Neukölln

Redaktion: K. F. / Letzte Aktualisierung: 21.09.2021

Der Ortsteil Britz in Neukölln: Erholung im Britzer Garten
Im Ortsteil Britz gibt es viele Sehenswürdigkeiten: z.B. den Britzer Garten - Foto: © Jutta Adam - stock.adobe. com

Britz in Berlin Neukölln

Der Ortsteil Britz im Bezirk Neukölln von Berlin ist ca. 12,4 Km² groß und hat ca. 42 600 Einwohner, das einstige Dorf böhmischer Siedler kam erst 1920 zu Berlin. Im Norden grenzt er an den Ortsteil Neukölln und den dortigen Teltowkanal, im Westen an den Bezirk Schöneberg-Tempelhof, im Osten an den Bezirk Treptow-Köpenick und im Süden an die Neuköllner Ortsteile Buckow, Gropiusstadt und Rudow. Britz ist gut an das Verkehrsnetz der Stadt angeschlossen, so befinden sich dort etwa das Autobahndreieck Neukölln, zusätzlich lässt sich die Gegend auch mit der U-Bahn-Linie 7 sowie mit verschiedenen Buslininien bequem erreichen. Die wichtigsten Geschäfts- und Verkehrsstraßen in Britz sind die Buschkrugallee, der Britzer Damm, der Tempelhofer Weg, die Gradestraße, die Blaschkoallee, die Späthstraße, die Fulhamer Allee und die Parchimer Allee.

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Sehenswürdigkeiten in Britz

In Berlin selbst wie auch überregional bekannt ist Britz gleich für mehrere bedeutende Bauwerke und architektonische Attraktionen aus verschiedenen Epochen. Da ist zunächst die Dorfkirche Britz aus dem 13. Jahrhundert, eine typische regionale Feldsteinkirche, welche mit dem benachbarten Gutshof Britz früher zu einem Rittergut gehörte. Im Gebäude des Gutshofes sind auch das Museum Neukölln und der Paul Hindemith Musikschule untergebracht. In unmittelbarer Nähe liegt das Schloss Britz aus dem frühen 18. Jahrhundert mit seinem sehenswerten und 300 Jahre alten Gutsgarten, das seit 1971 unter Kulturgut- und Denkmalschutz stehende Gebäude beherbergt eine Dauerausstellung über die Wohnkultur der Gründerzeit. Weitere Sonderausstellungen, Konzerte und Lesungen werden regelmäßig veranstaltet.

Nicht minder sehenswert und historisch interessant ist auch die letzte der einstmals sechs Britzer Windmühlen, die seit 1865/1866 bis heute an ihrem Orginalstandort am Rande des Britzer Gartens an der Grenze zum Tempelhofer Ortsteil Mariendorf steht. Dieser, im Jahr 1985 für die damalige Bundesgartenschau angelegte und gut 90 Hektar große Garten ist auch heute noch ein beliebtes Ausflugsziel und Naherholungsgebiet in Berlin, neben seinem Haupteingang am Buckower Damm kann man ihn auch über den Sangerhauser Weg, die Tauernallee, die Mohriner Allee, den Massiner Weg und die Blütenachse betreten. Durch seine Attraktionen wie den Rosengarten, den Rhododendronhain, die größte Sonnenuhr Europas, die Britzer Museumsbahn sowie wegen seiner zahlreichen Feste und Veranstaltungen das ganze Jahr über ist er sehr populär. Dort befindet sich seit 1987 auch das Freilandlabor Britz, ein Förderverein zur Naturerziehung im Britzer Garten, der sich primär der Vermittlung des Natur- und Umweltschutzes und stadtökologischer Themen widmet. Ebenfalls beliebt bei Spaziergängern ist die Grünanlage Britz-Süd, auch das im Jahr 2002 angelegte Weingut Britz wird gerne von Gästen besucht.
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Wissenswertes über Britz

Über viele Jahrzehnte wurden von Britz aus auch die Hörfunkprogramme zunächst des RIAS, und dann des Deutschlandradios gesendet, seit Ende 2012 ist dies mit der Demontage des Sendemasts jedoch endgültig Geschichte. Auch geschichtlich bedeutsam, aber noch immer existent und begehrt, ist die zwischen 1925 und 1933 nach den Plänen von Bruno Taut und Martin Wagner errichtete Hufeisensiedlung als eines der ersten deutschen Bauprojekte des sozialen Wohnungsbaus. Die heute etwa 3100 Menschen eine Heimstatt bietende Siedlung mit ihrer charakteristischen halbrunden Form steht aufgrund ihrer offenen und von Gärten aufgelockerten Bauweise seit 2008 unter dem Schutz des UNESCO-Welterbes.

Die Ortsteile und Kieze vom Bezirk Neukölln:

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