Rathaus Friedenau in Tempelhof-Schöneberg

Text: R. H. / Letzte Aktualisierung: 21.09.2021

Das Rathaus Friedenau auf dem Breslauer Platz
Rathaus Friedenau auf dem Breslauer Platz in Tempelhof-Schöneberg - Foto: © ArTo - stock.adobe. com

Rathaus Friedenau auf dem Breslauer Platz

Stolz erhebt sich auf dem Breslauer Platz das Rathaus Friedenau mit seinem ungefähr 70 Meter hohen Turm. Die Grundsteinlegung, für das von dem Architekten Hans Altmann entworfene Gebäude, fand 1913 statt. 1917 wurde das Rathaus Friedenau offiziell eröffnet. Der Bau war nötig, denn die Einwohnerzahl Friedenaus stieg rapide an. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Rathaus Friedenau zerstört, jedoch in den 50er Jahren wieder aufgebaut.Wer das Rathaus genau betrachtet, findet ein Relief, das Hans Altmann zeigt, wie er nachdenklich arbeitet. Sein Name und die Zahlen 1913-1917 sind auf dem Relief zu lesen. Sehenswert ist auch die ehemalige Feuerwache im Rathaus. Den Wochenmarkt auf dem Breslauer Platz gibt es schon seit 1881. Er ist der wohl älteste Wochenmarkt in Berlin. Am Rathaus Friedenau endet die Rheinstraße und geht dann in die Hauptstraße über. Beide sind die Haupteinkaufsstraßen Friedenaus.

Die wichtigsten Infos für Ihren Besuch auf einen Blick:

Adresse:
Rathaus Friedenau
Rheinstrasse 1
12159 Berlin

Öffentliche Verkehrsmittel:
Bus M48, M85 bis Breslauer Platz
S-Bahn: S 1 bis Friedenau
U-Bahn: U 9 bis Friedrich-Wilhelm-Platz

Der Wochenmarkt auf dem Breslauer Platz
Öffnungszeiten:
Mittwoch 08:00 Uhr - 13:00 Uhr
Donnerstag 12:00 Uhr - 18:00 Uhr
Samstag 08:00 - 14:00 Uhr

Auf dem Wochenmarkt in Friedenau werden neben regionalem Obst und Gemüse auch Wurst, Käse und weitere regionale Spezialitäten angeboten.

Die Entwicklung Friedenaus

Was bedeutet der Name Friedenau? Friedenau wurde 1871 gegründet, in dem Jahr, in dem der Deutsch - Französische Krieg beendet wurde. Städtebauliches Merkmal Friedenaus ist die "Carstenn-Figur", die an ein Hufeisen mit Balken erinnert und jeweils vier Plätze miteinander verbindet. Die Figur hat ihren Namen von Johann Anton Wilhelm von Carstenn (1822-1896). Carstenn war ein Stadtentwickler, der Ende des 19. Jahrhunderts Villenkolonien in Lichterfelde, Wilmersdorf und Friedenau entwickelte.

Der Perelsplatz und die Friedrich-Bergius-Schule

Auf dem Perelsplatz beeindruckt der Sintflutbrunnen. Er zeigt einen Mann, der sich vor der Sintflut auf eine Bergspitze zu retten versucht, auf dem sich eine Frau bereits in Sicherheit gebracht hat. Paul Aichele schuf diesen 4,20 Meter hohen Brunnen. Bis 1961 hieß der Perelsplatz Maybachplatz. Am Perelsplatz liegt das ehemalige Gymnasium Friedenau, heute die Friedrich-Bergius-Schule. Eingeweiht wurde die Schule - nach 2-jähriger Bauzeit - am 18. April 1903. Benannt wurde die Schule nach dem Chemiker Friedrich Bergius (1884-1949). Was ist so besonderes an der Friedrich-Bergius-Schule? Der CDU Politiker Peter Lorenz (1922-1987), der durch seine Entführung durch die "Bewegung 2.Juni" bekannt wurde und der SPD Politiker Egon Bahr gingen hier zur Schule. Auch Friedrich Luft (1911-1990), der Widerstandskämpfer Friedrich Justus Perels (1910-1945) - nachdem der Perelsplatz benannt wurde - und Karl-Eduard von Schnitzler lernten hier. Friedrich Luft moderierte von 1946-1990 jeden Sonntagmittag die "Stimme der Kritik" im RIAS. Karl Eduard von Schnitzler (1918-2001) war der Moderator der Fernsehsendung "Der Schwarze Kanal", die jahrelang im DDR-Fernsehen ausgestrahlt wurde.
Entzückend ist das Parkcafé, im Sommer lässt es sich dort eine Weile aushalten, während man das Friedenauer Leben betrachtet. Besuchen Sie auch mal das Rathaus Schöneberg. Hier hat John-F. Kennedy seine berühmte Rede gehalten.

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