Archäologische Promenade in Berlin

Die Archäologische Promenade soll die Museen auf der Museumsinsel und umliegende Gebäude verbinden.

Im Eilschritt durch 6000 Jahre Geschichte: Archäologische Promenade

Fünf Museen für 14 Euro verspricht das Museumsinsel-Ticket - das klingt doch nach einem guten Angebot. Wäre da nicht die Tatsache, dass man schon im Pergamonmuseum oder Bode-Museum problemlos den ganzen Tag verbringen kann. Wenn man überhaupt fähig ist, so viel Kunst und Geschichte auf einmal aufzunehmen.

Archäologische Promenade in Berlin

Wer an einem Tag alles sehen will, muss sich daher wohl noch ein paar Jahre gedulden: Bis zur Eröffnung der Archäologischen Promenade nämlich, die vier der Insel-Museen unterirdisch verbinden und auch Besuchern mit engem Zeitplan einen Eindruck des Gesamtensembles vermitteln soll. 6000 Jahre Kulturgeschichte sind in den fünf Häusern versammelt - und diese sollen auf der neuen Verbindungsachse thematisch gegliedert vorgestellt werden. Um die wachsenden Besucherströme aufzunehmen und zu verteilen, wird außerdem ein neues Gebäude errichtet: die James-Simon-Galerie, benannt nach einem Berliner Kunstmäzen.

Im neuen Empfangsgebäude wird auch der Eingang zur Archäologischen Promenade liegen. Für diese werden sowohl die bereits vorhandene Keller-Ebene als auch die Höfe der einzelnen verbundenen Museen genutzt, so dass die Besucher einen Eindruck der jeweiligen Häuser bekommen. An drei Stellen werden neue Verbindungen gebaut. Vom Alten über das Neue Museum und das Pergamonmuseum bis zum Bode-Museum sollen verschiedene Themen der Kulturgeschichte vorgestellt und von allen Insel-Museen gemeinsam gestaltet werden. Auch von den einzelnen Häusern aus wird es Zugänge geben.

Archäologische Promenade in Berlin
Die Museumsinsel bei Nacht - Symbolbild: © hornyteks

"Porträt und Menschenbild", "Chaos und Kosmos", "Gott und Götter" oder "Tod und Verklärung" sind nur einige der Themenkomplexe, die in den einzelnen Räumen der Promenade behandelt werden. Hier treffen sich Kunst und Artefakte verschiedener Epochen, Religionen und Kulturen. Selbstverständlich können Besucher die Promenade jederzeit über die Zugänge in den jeweiligen Gebäuden verlassen, um eine der Sammlungen, den Hauptrundgang im Pergamonmuseum oder einzelne Ausstellungsstücke zu besichtigen.

Doch noch lässt die Fertigstellung auf sich warten, denn das Geld sitzt im Berliner Senat nicht gerade locker und die Sanierungsarbeiten gehen nur schleppend voran. Bis dahin heißt es weiter mit dem Museumsinsel-Ticket von einer Hauptattraktion zur anderen hetzen - oder einfach immer wieder kommen. Es lohnt sich!
Update 2018: Die Fertigstellung der archäologischen Promenade ist für 2025/26 geplant.
Text: JJ / Stand: 04.11.2018 / Alle Angaben ohne Gewähr!

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